Menschen beobachten die Eruption des Vulkans Taal. | Bildquelle: AFP

Vulkan auf Philippinen aktiv Warnung vor "gefährlicher Eruption"

Stand: 13.01.2020 04:16 Uhr

1977 war der Vulkan Taal nahe der philippinischen Hauptstadt Manila zuletzt ausgebrochen. Nun befürchten die Behörden, dass ein neuer Ausbruch bevorsteht. Denn über dem Vulkan steht eine riesige Aschewolke.

Weil ein Vulkan nahe der philippinischen Hauptstadt Manila auszubrechen droht, müssen Tausende Menschen in Sicherheit gebracht werden. Der Vulkan Taal habe Asche zehn bis 15 Kilometer hoch in die Luft geschleudert, teilte das Institut für Vulkanologie und Seismologie mit.

Über Nacht seien mindestens 75 vulkanische Beben registriert worden. Am Flughafen von Manila wurde wegen des Ascheregens der Betrieb eingestellt. Mehr als 100 Flüge ins In- und Ausland wurden gestrichen.

Der Leiter des Vulkaninstituts, Renato Solidum, sagte, Menschen in den hoch gefährdeten Gebieten einschließlich der Vulkaninsel seien gebeten worden, diese vor einer möglichen gefährlichen Eruption zu verlassen. Die Warnstufe wurde auf Stufe vier von fünf Stufen erhöht. Dies bedeutet, dass "eine gefährliche Eruption binnen Stunden oder Tagen geschehen kann".

Eine Rauchsäule steht über dem in einem See gelegenen Vulkan Taal | Bildquelle: FRANCIS R MALASIG/EPA-EFE/REX
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Der Vulkan liegt inmitten eines Sees südlich von Manila. Die Aschewolke reicht bis zu 15 Kilometer hoch.

6000 Menschen von der Insel gebracht

Der Vulkan liegt inmitten eines Sees etwa 60 Kilometer südlich von Manila. Wegen seiner malerischen Lage ist er ein beliebtes Ausflugsziel. Zuletzt ausgebrochen war er laut Solidum im Jahr 1977.

Die Behörden leiteten die Evakuierung von rund 6000 Menschen von der Insel im See und Zehntausenden weiteren Menschen von nahegelegenen Küstenorten ein. Möglicherweise müssen noch weitere Menschen in der Provinz Batangas in Sicherheit gebracht werden.

Bewohner der Region rund um den Vulkan, die in Sicherheit gebracht wurden | Bildquelle: FRANCIS R MALASIG/EPA-EFE/REX
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Anwohner wurden von der Insel gebracht und gebeten, Atemschutzmasken zu tragen.

Asche auf der Landebahn

Indirekt betroffen ist auch Manila selbst. Die Luftfahrtbehörde schloss den internationalen Flughafen der Hauptstadt, weil Asche auf die Start- und Landebahn niedergegangen war.

Erdbeben und vulkanische Aktivität sind auf den Philippinen nicht ungewöhnlich. Die Inseln liegen am sogenannten Pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten unter der Erdoberfläche zusammenstoßen. Zuletzt trieb der Vulkan Mayon im Januar 2018 Zehntausende Menschen auf den Philippinen in die Flucht, nachdem er Millionen Tonnen Asche, Steine und Lava in die Luft geschleudert hatte. 

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 12. Januar 2020 um 18:00 Uhr.

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