Ein indonesischer Offizier zeigt auf einer Landkarte das Suchgebiet.

Vermisstes Flugzeug der Malaysia Airlines Suche im Andamanischen Meer

Stand: 12.03.2014 05:51 Uhr

Die Suche nach dem spurlos verschwundenen Passagierflugzeug der Malaysia Airlines wurde um eine Meeresregion ergänzt, die Hunderte Kilometer von der letzten bekannten Position entfernt liegt. Suchflugzeuge und Schiffe sind nach vergeblichen Bemühungen im Südchinesischen Meer nun verstärkt im Andamanischen Meer nördlich der indonesischen Insel Sumatra und vor den Westküsten Malaysias und Thailands unterwegs.

Die malaysische Luftwaffe des Landes dementierte allerdings Presseberichte, wonach das letzte Signal der Maschine vor der Westküste aufgefangen worden sei. Nach wie vor halte es das Militär aber für möglich, dass die Boeing 777 auf ihrem Flug nach Peking umgekehrt sei, erklärte General Rodzali Daud.

Eine Lokalzeitung hatte berichtet, Radardaten belegten einen ungeplanten Kurswechsel von Flug MH370. Demnach wurde die Boeing 777 zuletzt am Samstag um 02.40 Uhr (Ortszeit) von dem Radar einer Militärbasis in der Nähe von Pulau Perak an der Straße von Malakka erfasst.

Vietnam ordnet Suche auch auf dem Land an

Die Suche nach der Maschine wurde unterdessen fortgesetzt. Doch weiter fehlt jede Spur. Vietnam ordnete eine Suchaktion auf dem Land bis zur Grenze zu Laos und Kambodscha an. Damit wird Spekulationen Rechnung getragen, wonach die Maschine gegen einen Berg geprallt oder über unbewohntem Dschungelgebiet abgestürzt sein könnte.

Die Boeing mit 239 Menschen an Bord war am Samstag verschwunden, kurz bevor sie den vietnamesischen Luftraum erreichen sollte. Bislang galt das Südchinesische Meer zwischen Malaysia und Vietnam als mögliches Absturzgebiet.

Infografik Karte Malaysia Suchgebiet

Terrorakt oder nicht?

Der US-Geheimdienst CIA schließt einen Terroranschlag als Ursache des mysteriösen Verschwindens des Flugzeugs weiter nicht aus. Es gebe "mehrere mögliche Bekennerhinweise", die bislang jedoch nicht untermauert oder bestätigt worden seien, sagte CIA-Chef John Brennan.

Es war das erste Mal, dass ein US-Beamter über mögliche Bekennerhinweise zu dem verschollenen Flugzeug sprach. Es gebe weiterhin viele offene Fragen zum Verschwinden von Flug MH370, sagte Brennan weiter. "Wir beobachten das sehr genau. Es ist ganz klar ein Rätsel."

Zuvor hatte Interpol erklärt, zwei Passagiere mit gestohlenen Pässen an Bord seien "wahrscheinlich" keine Terroristen gewesen, sondern Iraner, die als Asylbewerber nach Europa einreisen wollten. Der eine hätte Deutschland als Ziel gehabt, der andere offenbar Kopenhagen.

Touristinnen belasten Copiloten

Unterdessen kamen in Australien skandalöse Geschichten über den Copiloten des verschwundenen Flugzeugs ans Licht. Der 27-Jährige habe mit ihnen bei einem früheren Flug die ganze Zeit im Cockpit herumgealbert und dort auch geraucht, berichteten zwei Touristinnen Reportern. Beides ist streng verboten.

Die Fluggesellschaft zeigte sich schockiert. Die Vorwürfe würden sehr ernst genommen, hieß es. Sie hätten aber noch nicht überprüft werden können.