Israels Premierminister Benjamin Netanyahu bei der Stimmabgabe | Bildquelle: dpa

Parlamentswahl in Israel Netanyahu und Gantz laut Prognosen gleichauf

Stand: 09.04.2019 22:59 Uhr

Nach der Wahl in Israel liegen Regierungschef Netanyahu und Herausforderer Gantz in Prognosen gleichauf. Beide Kandidaten haben sich zu Wahlsiegern erklärt. Der Premier hat aber gute Chancen, im Amt zu bleiben.

Nach der Parlamentswahl in Israel liegen Ministerpräsident Benjamin Netanyahus Likud und das Bündnis Blau-Weiß seines Herausforderers Benny Gantz nahezu gleichauf. Netanyahus Likud kam laut Fernsehprognosen auf 33 bis 36 Mandate und Gantz' Mitte-Bündnis Blau-Weiß auf 36 bis 37 Mandate.

Beide Seiten erklärten sich anschließend jeweils zu Siegern. "Der rechte Block unter Führung des Likud hat eindeutig gesiegt", sagte Netanyahu. Er werde noch in der Nacht damit beginnen, gemeinsam mit seinen Partnern eine rechte Regierung aufzubauen.

Gantz und sein Mitstreiter Jair Lapid erklärten dagegen gemeinsam: "Diese Wahl hat einen klaren Sieger und einen klaren Verlierer. Netanyahu hat 40 Sitze versprochen und verloren." Gantz trat für die in der politischen Mitte angesiedelte Liste Blau-Weiß an.

Parlamentswahl in Israel
tagesthemen 22:15 Uhr, 09.04.2019, Mike Lingenfelser, ARD Tel Aviv

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Gute Chancen auf fünfte Amtszeit

Entscheidend dürfte nun sein, wem es gelingen wird, eine Koalition zu schmieden, auf die mindestens 61 der insgesamt 120 Knesset-Mandate entfallen. Politische Beobachter sahen hier Netanyahu im Vorteil, der auch bei einer knappen Niederlage gute Chancen hat, eine fünfte Amtszeit anzutreten.

Mit einer Reihe kleinerer, nationalistischer und ultraorthodoxer Parteien könnte er leichter eine neue Regierung bilden als Gantz. Die Zahl der Sitze seiner möglichen Koalitionspartner lag in den Prognosen zusammengerechnet leicht über denen von Blau-Weiß.

Der israelische Oppositionskandidat Benny Gantz | Bildquelle: JIM HOLLANDER/EPA-EFE/REX
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Das Bündnis Blau-Weiß von Oppositionskandidat Gantz liegt bei Prognosen mit Netanyahus Likud gleichauf.

Auch "Große Koalition" möglich

Wenn alle Stimmen ausgezählt sind, wird Präsident Reuven Rivlin alle Parteien auffordern, sich für einen Regierungschef zu entscheiden und demjenigen mit dem größten Rückhalt den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen. Dazu hat dieser dann mindestens 28 Tage Zeit.

Rechnerisch möglich wäre demnach auch eine große Koalition von Likud und Blau-Weiß. Allerdings hatten sowohl Netanyahu als auch Gantz dies im Wahlkampf ausgeschlossen.

Das endgültige Wahlergebnis wird nicht vor dem frühen Mittwochmorgen erwartet. Zur Stimmabgabe aufgerufen waren mehr als sechs Millionen Wahlberechtigte, die über die Zusammensetzung der Knesset entscheiden.

Israels am längsten amtierender Ministerpräsident

Netanyahu ist seit 2009 durchgehend im Amt und war außerdem von 1996 bis 1999 Ministerpräsident. Sollte er auch nach der Wahl Regierungschef bleiben, könnte er zum am längsten amtierenden Regierungschef in der Geschichte Israels werden, noch vor Staatsgründer David Ben-Gurion.

Netanyahu sieht sich derzeit mit massiven Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Israels Generalstaatsanwalt will in drei Fällen wegen Korruption Anklage gegen ihn erheben. Es geht um Bestechlichkeit, Untreue und Betrug. Vor einer endgültigen Entscheidung, ob der Regierungschef wirklich vor Gericht muss, hat aber noch eine Anhörung zu erfolgen. Netanyahu weist alle Vorwürfe zurück.

Susanne Glass, ARD Tel Aviv, mit einer Einschätzung zu den Parlamentswahlen in Israel
nachtmagazin 00:25 Uhr, 10.04.2019

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 09. April 2019 um 22:15 Uhr.

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