Südkoreas Ex-Präsidentin Park Geun-Hye | Bildquelle: AP

Südkoreas Ex-Präsidentin Park drohen 30 Jahre Haft

Stand: 27.02.2018 08:03 Uhr

Die Staatsanwaltschaft in Südkorea hat 30 Jahre Haft für Ex-Präsidentin Park gefordert. Sie soll Bestechungsgelder in Millionenhöhe erhalten und ihre Macht missbraucht haben.

Im Korruptionsprozess gegen Südkoreas frühere Präsidentin Park Geun Hye hat die Staatsanwaltschaft 30 Jahre Haft gefordert. Die Anklage will zudem eine Geldstrafe in Höhe von 118,5 Milliarden Won (knapp 90 Millionen Euro) gegen die Ex-Staatschefin durchsetzen.

Die heute 66-Jährige soll zusammen mit ihrer langjährigen Vertrauten Choi Soon Sil von drei südkoreanischen Konzernen - Samsung, Lotte und SK - Bestechungsgelder in Höhe von umgerechnet rund 45 Millionen Euro erhalten oder zugesagt bekommen haben. Außerdem soll sie Firmen dazu gedrängt haben, zwei von Choi kontrollierten Stiftungen umgerechnet rund 59 Millionen Euro zu spenden.

Des Amtes enthoben

Park war im Dezember 2016 wegen des weitverzweigten Korruptionsskandals vom Parlament abgesetzt worden. Die Amtsenthebung wurde im März 2017 vom Verfassungsgericht bestätigt. Vor zwei Wochen wurde Parks Vertraute Choi wegen der Korruptionsaffäre zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Februar 2018 um 08:00 Uhr.

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