Paris | Mohammed Badra/EPA-EFE/Shutterst

Fünf Jahre nach Anschlägen Paris trauert - unter Pandemie-Bedingungen

Stand: 13.11.2020 12:38 Uhr

Fünf Jahre nach den Terroranschlägen auf das Bataclan und andere Ziele in Paris hat Frankreich der 130 Opfer gedacht. Wegen der strengen Corona-Ausgangsbeschränkungen fielen die Zeremonien in diesem Jahr kleiner aus als sonst.

Genau fünf Jahre nach den verheerenden Terroranschlägen von Paris hat Frankreich der 130 Todesopfer gedacht. Regierungschef Jean Castex und Bürgermeisterin Anne Hidalgo kamen zu kurzen Gedenkfeiern in Paris und im Vorort Saint-Denis. Wegen der Corona-Beschränkungen in Frankreich können offizielle Zeremonien nur im kleinen Kreis stattfinden. Anders als in den vergangenen Jahren fand dieses Jahr auch keine Veranstaltung statt, bei der sich die Angehörigen der Opfer und die Überlebenden der Anschläge versammeln können.

Frankreich als Ziel extremistischer Attacken

Islamistische Extremisten richteten am 13. November 2015 ein Massaker in der Konzerthalle Bataclan an und beschossen Bars und Restaurants im Osten der Hauptstadt. Am Stade de France in Saint-Denis sprengten sich Selbstmordattentäter in die Luft. Die Detonationen waren während des Fußball-Freundschaftsspiels zwischen Deutschland und Frankreich live im Fernsehen zu hören. Es waren die bislang folgenschwersten Angriffe in Friedenszeiten für Frankreich.

Das Bataclan nach dem Überfall der Terroristen: Die Ankündigung des Eagles-of-Death-Metal-Konzerts ist noch zu sehen. | AFP

Am 13. November 2015 trat im Bataclan die US-amerikanische Band "Eagles of Death Metal" auf. Während des Konzerts schossen drei Terroristen im Saal um sich und töteten 89 Menschen. Außerhalb des Bataclan erschossen Terroristen weitere 39 Menschen. Bild: AFP

Das Land ist in den vergangenen Jahren immer wieder zum Ziel extremistischer Attacken geworden. Bei Anschlägen in den vergangenen Wochen starben zuletzt mehrere Menschen. Mitte Oktober wurde der Lehrer Samuel Paty in einem Pariser Vorort von einem mutmaßlich islamistischen Gewalttäter enthauptet. Ende Oktober tötete ein Angreifer drei Menschen in einer Kirche in Nizza. Es gilt wieder die höchste Terrorwarnstufe im Land.

Aufgrund der jüngsten Anschläge in Europa beraten sich heute die EU-Innenminister in einer Videokonferenz. Themen werden unter anderem ein besserer Informationsaustausch über Gefährder, wirksamere Kontrollen an den EU-Außengrenzen und der Kampf gegen Radikalisierung sein.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. November 2020 um 10:00 Uhr.