Tränengasbehälter liegen während einer Demonstration in Paris auf dem Boden. | Bildquelle: dpa

Tag der Arbeit in Paris Mit Tränengas gegen Randalierer

Stand: 01.05.2019 22:36 Uhr

Zerstörte Autos, Festnahmen, Verletzte: In Paris hat es am Tag der Arbeit Ausschreitungen gegeben. Randalierer mischten sich unter die Gelbwesten, die sich den Mai-Kundgebungen angeschlossen hatten.

Bei Kundgebungen zum 1. Mai ist es in Paris zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen. In der Nähe des Bahnhofs Montparnasse setzte die Sicherheitskräfte Tränengas ein, um gewalttätige Demonstranten auseinanderzutreiben.

Die Auseinandersetzungen spielten sich am Rande einer Kundgebung der Gewerkschaften am Tag der Arbeit ab. Augenzeugen berichten, Hunderte Aktivisten - viele maskiert und schwarz gekleidet - hätten sich unter die Demonstranten der Gelbwesten und der Gewerkschaften gemischt. Einige beleidigten demnach die Polizisten, warfen Steine auf sie und zertrümmerten die Scheiben von Autos. Mitglieder des sogenannten "Schwarzen Blocks" hatten dazu aufgerufen, Paris am 1. Mai in die "Hauptstadt des Aufstands" zu verwandeln.

Krawalle am Rande von Pariser Mai-Kundgebung
tagesschau 20:00 Uhr, 01.05.2019

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Zahlreiche Menschen abgeführt

Die Pariser Polizei nahm nach eigenen Angaben mindestens 380 Menschen vorläufig fest. Nach Angaben des Innenministeriums wurden 24 Demonstranten und 14 Sicherheitskräfte leicht verletzt. Unter den Verletzten war auch eine Journalistin der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Die Polizei habe sie mit einem Schlagstock ins Gesicht und auf den Arm geschlagen, obwohl sie einen Helm und eine Armbinde getragen habe, die sie als Pressevertreterin auswiesen, sagte sie. Das russische Außenministerium nannte den Vorfall "inakzeptabel" und forderte eine "akribische Untersuchung".

Die Polizei hatte mit 1000 bis 2000 Randalierern gerechnet. Entsprechend wurden in der Hauptstadt mehr als 7400 Sicherheitskräfte eingesetzt. Die Viertel um den Concorde-Platz und den Prachtboulevard Champs-Elysées wurden abgeriegelt. Entlang der geplanten Demonstrationsroute schlossen Geschäfte, Restaurants und Cafés.

Die sogenannten Gelbwesten, die sonst am Wochenende demonstrieren, schlossen sich in diesem Jahr den traditionellen Maikundgebungen an. Die Behörden hatten vor "radikalen Aktivisten" und Gewaltszenen gewarnt. Die Gelbwesten protestieren seit November gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron.

1. Mai in Paris - Spannungen, aber (noch) kein Kampf
Barbara Kostolnik, ARD Paris
01.05.2019 16:21 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. Mai 2019 um 16:00 Uhr.

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