Vatikan auf YouTube Papst will seine Schäfchen auch im Netz hüten

Stand: 23.01.2009 14:42 Uhr

Papst Benedikt XVI.
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Papst Benedikt XVI. will das Internet für die katholische Kirche nutzen.

Papst Benedikt XVI. und der Vatikan haben einen eigenen Kanal auf der Online-Video-Plattform YouTube gegründet. Dies teilte der Vatikan und der Suchmaschinenbetreiber Google mit. Damit wolle das katholische Kirchenoberhaupt im digitalen Zeitalter besser mit den Menschen kommunizieren. Der Papst sei "ein Mann des Dialogs" und habe den YouTube-Kanal ausdrücklich gebilligt, sagte Monsignore Claudio Maria Celli.

Erste Clips im Netz

Erste Video-Clips zeigen den Papst in Ausschnitten seiner Weihnachtsbotschaft und zum Weltfriedenstag am 1. Januar sowie mit seiner Sicht zum Nutzen der Medien für den Frieden im "digitalen Zeitalter".

Täglich neue Filme in verschiedenen Sprachen

Screenshot des "Vatikan-Kanal" bei YouTube
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Screenshot des "Vatikan-Kanal" bei YouTube

Täglich sollen ein bis drei Clips dazukommen. Der Videokanal solle es Millionen Menschen weltweit erlauben, sich direkt und möglichst aktuell über die Aktivitäten des Papstes zu informieren, erläuterte Vatikan-Pressechef Federico Lombardi in Rom. Clips und Texte des Papstes oder des Vatikans werden in Englisch, Spanisch, Deutsch und Italienisch angeboten.

Versuch jüngere Generationen zu erreichen

Die Besucher des Kanals können auch Kommentare zu den Präsentationen abgeben. Der päpstliche Kanal sei ein konkretes Beispiel für das Bedürfnis des Vatikans, die Sprache und Kommunikationsmittel der heutigen Zeit zu nutzen, "um ein weltweites Publikum unabhängig von Nationalität und Kultur zu erreichen", sagte Lombardi. Der Sender Radio Vatikan und das Vatikan-Fernsehen CTV arbeiten bei dem neuen Medienangebot aus Rom zusammen, das sich vor allem an jüngere Generationen wendet.

Papst warnt dennoch vor Internet

Online-Netzwerke wie Facebook und MySpace nannte Benedikt XVI. ein Geschenk, das der "grundlegenden Sehnsucht" der Menschen nach Kommunikation entgegenkomme. Sie könnten Freundschaften und Verständnis fördern, bei "obsessiver" Nutzung aber auch einsam machen, sagte der Papst in einer Botschaft zum Weltkommunikationstag.

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