Papst Franziskus und Marokkos König Mohammed VI. | Bildquelle: dpa

Papst in Marokko Gemeinsam für mehr Dialog

Stand: 30.03.2019 18:29 Uhr

Der Papst besucht erneut ein muslimisches Land: In Marokko wirbt Franziskus für mehr Austausch zwischen den Religionen. Auch ein anderes Anliegen ist ihm wichtig: der humanitäre Umgang mit Migranten.

Zu Beginn seines zweitägigen Besuchs in Marokko hat Papst Franziskus zu mehr Dialog zwischen Christen und Muslimen aufgerufen. Er sprach von einer "Notwendigkeit von Kooperation", um die Probleme der Welt anzugehen. In der Hauptstadt Rabat rief Franziskus die Gläubigen auf, sich gemeinsam gegen Fanatismus und Fundamentalismus zu engagieren.

Papst Franziskus winkt vom Papamobil, nachdem er den Flughafen in Rabat verlassen hat. | Bildquelle: dpa
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Papst Franziskus winkt vom Papamobil, nachdem er den Flughafen in Rabat verlassen hat.

Schutz religiöser Minderheiten

Der Papst mahnte außerdem Religionsfreiheit an. Sie sei "untrennbar verbunden mit der Menschenwürde", sagte er bei seiner Ansprache vor König Mohammed VI. und Tausenden Marokkanern. Damit dürfte er auch auf die Rolle der schätzungsweise 30.000 Katholiken in Marokko angespielt haben. Offiziell darf diese Minderheit ihren Glauben praktizieren. Staatsreligion ist aber der Islam.

Auch König Mohammed VI., der sich als "Oberhaupt aller Gläubigen" in seinem Land bezeichnet, forderte einen stärkeren Austausch zwischen den Religionen: "Die Realität dieser Welt macht deutlich, dass der Dialog zwischen Christen, Muslimen und Juden ungenügend ist." Der Dialog dauere seit langer Zeit an, trotzdem habe er sein Ziel noch nicht erreicht, sagte der König.

Papstbesuch in Marokko
tagesthemen 23:30 Uhr, 30.03.2019, Michael Schramm, ARD Rom

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Zusammen mit Mohammed war der Papst vom Flughafen in Rabat in die Innenstadt gefahren:  Franziskus im Papamobil, der König in einer schwarzen Limousine. Rechts und links am Straßenrand standen Hunderte Menschen - trotz des für Marokko ungewöhnlichen Regens.

Jerusalem für alle Religionen

In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigten Mohammed und Franziskus den Status Jerusalems als heilige Stadt der drei monotheistischen Weltreligionen. "Es ist unsere Hoffnung, dass in dieser Heiligen Stadt allen Gläubigen (...) voller Zugang garantiert wird", hieß es in der Erklärung. "Wir halten es für wichtig, dass Jerusalem als das gemeinsame Erbe der Menschheit (...) bewahrt bleibt."

Papst Franziskus und König Mohammed VI. von Marokko | Bildquelle: dpa
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Der Papst und König Mohammed VI. sind sich einig: Es braucht mehr Dialog zwischen den Religionen.

Papst fordert Schutz von Migranten

Franziskus' Besuch ist die erste Reise eines Papstes nach Marokko seit mehr als 30 Jahren. Thema ist neben dem interreligiösen Dialog auch die Migration. Der Papst sagte, er hoffe, dass Marokko "ein Beispiel für Menschlichkeit für Migranten und Flüchtlinge" bleibe. Hilfsorganisation kritisieren dagegen immer wieder den Umgang der marokkanischen Sicherheitskräfte mit Migranten.

Marokko spielt in der Flüchtlingspolitik eine wichtige Rolle. Weil die italienische Regierung die Überfahrt von Libyen nach Italien stark erschwert ist, verlagerte sich die Hauptroute nach Ansicht der EU-Grenzschutzagentur Frontex ins westliche Mittelmeer. Das spanische Festland ist von Marokko aus zwischen 15 und 150 Kilometer entfernt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. März 2019 um 17:00 Uhr.

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