Malediven, Strand und Korallenriff | picture alliance / imageBROKER

Forderung von Pazifik-Staaten "Dringende, weltweite Maßnahmen" nötig

Stand: 14.07.2022 10:52 Uhr

Bei einem Treffen in Fidschi haben mehrere Pazifik-Staaten "dringende und weltweite Maßnahmen" gegen den Klimawandel gefordert. Die Zeit sei knapp, um die "schlimmsten Szenarien" für ihre Länder zu verhindern.

Mehrere Inselstaaten im Pazifischen Ozean haben die Weltgemeinschaft nach einem dreitägigen Treffen in Fidschis Hauptstadt Suva eindringlich dazu aufgerufen, mehr beim Kampf gegen die Klimaerwärmung zu tun. In einem gemeinsamen Strategiepapier erklärten die Staats- und Regierungschefs: "Wir stehen an der Spitze bei den negativen Auswirkungen des Klimawandels".

Maßnahmen auch auf weltweiter Ebene

Darum seien "dringende, robuste und transformative Maßnahmen" auf "weltweiter, regionaler und nationaler" Ebene nötig.  Die Zeit sei knapp, um die "schlimmsten Szenarien" für ihre Länder zu verhindern, erklärten die Gipfelteilnehmer. Steigende Meeresspiegel und stärker werdende Stürme verursachen bereits jetzt schwerwiegende Probleme für die Pazifik-Staaten, wo viele Menschen nur knapp über dem Meeresspiegel leben. 

Rivalität zwischen den USA und China ebenfalls Thema

Außerdem ging es bei dem Gipfeltreffen um geopolitische Rivalitäten in der Region - insbesondere zwischen den USA und China. US-Vizepräsidentin Kamala Harris kündigte in einer Videobotschaft an, dass Washington neue Botschaften in Tonga und Kiribati eröffnen, einen Regionalgesandten ernennen und weitere 600 Millionen Dollar für die Region zur Verfügung stellen werde.

Hintergrund ist, dass China bereits seit einiger Zeit versucht, eine größere militärische, politische und wirtschaftliche Präsenz in der Region aufzubauen. Zuletzt unterzeichnete Peking mit den Salomonen ein weitreichendes Sicherheitsabkommen. Der Regierungschef der Salomonen, Manasseh Sogavare, bekräftigte in Suva, dass die Einrichtung eines ausländischen Militärstützpunktes in seinem Land nicht geplant sei. Ein solcher Schritt würde den Inselstaat zu einem "Feind" im Pazifik machen und "unser Land und unser Volk zu potenziellen Zielen für Militärschläge machen", sagte Sogavare dem Fernsehsender "RNZ Pacific".