Eine Überflutete Straße in Old Pitt Town | dpa

Schwere Überschwemmungen Land unter in Teilen Australiens

Stand: 21.03.2021 09:58 Uhr

Nur einmal in 100 Jahren gebe es solche Überschwemmungen, sagt die Regierungschefin des australischen Bundesstaats New South Wales. Viele Bewohner mussten mitten in der Nacht aus ihren Häusern fliehen.

Tagelanger Starkregen hat im Osten Australiens zu den schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten geführt. Die Behörden stuften die Lage in Teilen des Bundesstaats New South Wales inzwischen als Naturkatastrophe ein. Mehrere Orte wurden evakuiert, Anwohner wurden nachts aus ihren Häusern vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht. Hunderte Notrufe waren bei den Behörden eingegangen.

Das sei "eine Situation, wie es sie nur einmal in 100 Jahren gibt", sagte die Regierungschefin des bevölkerungsreichsten australischen Bundesstaats, Gladys Berejiklian, auf einer Pressekonferenz. Für einen knapp 900 Kilometer langen Streifen entlang der Ostküste gab der Meteorologische Dienst wegen des anhaltenden Starkregens und stürmischer Winde eine Unwetterwarnung aus.

Auch das Hinterland im Westen Sydneys war betroffen: Dort schwappten die Wassermassen über einen Damm, der die Wasserversorgung der Millionenmetropole sichert. In der gut 200 Kilometer weiter nördlich gelegenen Gemeinde Mondrook wurde ein ganzes Haus von den Fluten aus seinem Fundament gehoben und weggeschwemmt, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Entspannung erst nach Ostern

Berichte über Todesopfer gab es trotz der dramatischen Lage zunächst nicht. Meteorologen befürchten, dass es auch in den kommenden Tagen weiter heftig regnen wird. Da über die Ufer getretene Flüsse auch nach dem Ende des Regens länger brauchen, bis das Hochwasser abgeflossen ist, rechnet der staatliche Katastrophenschutz mit Einsätzen "bis weit nach Ostern". Behördenvertreter riefen Bürger auf, nicht durch überschwemmte Gebiete zu fahren. Sonst könnten sie leicht von den starken Strömungen fortgerissen werden.

Vor gut einem Jahr hatten in Australien verheerende Buschbrände Millionen Hektar Land zerstört. Schätzungen zufolge kamen mehr als eine Milliarde Tiere ums Leben.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 21. März 2021 um 10:00 Uhr.