Sebastian Kurz | dpa

Corona-Pandemie Österreich geht erneut in den Lockdown

Stand: 18.12.2020 21:43 Uhr

Österreich geht zum dritten Mal in einen Lockdown. Ab dem 26. Dezember werden die Maßnahmen wieder verschärft - bis zum 24. Januar. Für einige Menschen könnte es noch früher Lockerungen geben.

Österreich verschärft seine Corona-Maßnahmen ab dem 26. Dezember. Das hat Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien bekanntgegeben. Damit soll ein exponentielles Wachstum der Zahl der Ansteckungen in Österreich verhindert werden.

Triftige Gründe für Verlassen des Hauses

Die Strategie der Regierung besteht laut Kurz aus drei Phasen. Demnach soll ab 26. Dezember der Handel wie auch "körpernahe Dienstleister" wieder geschlossen werden.

Zudem würden Ausgangsbeschränkungen gelten: Das Haus darf nur aus triftigen Gründen verlassen werden, zu denen neben diversen Grundbedürfnissen wie Einkauf oder Arztbesuch sowie etwa Arbeit oder Bildung auch die Erholung im Freien zählt. Schüler lernen vorerst im Online-Unterricht.

Skibetrieb soll an Heiligabend öffnen

Weiterhin bleibt es bei der Öffnung des Skibetriebs zu Heiligabend, allerdings dürften Länder und Bezirke die näheren Bedingungen festlegen. Vizekanzler Werner Kogler kündigte an, dass der Bund vorschreiben werde, dass in den Gondeln und geschlossenen Skiliften FFP2 Masken getragen werden müssten.

Im Vorfeld hatten vor allem die Bundesländer Tirol, Salzburg und Steiermark erhebliche Bedenken gegen eine Schließung der Skigebiete eingelegt. Wenn in Wien die U-Bahn fahre, könnten auch Lifte fahren, lautet eines der Argumente.

Öffnung von Kultur und Gastronomie ab 18. Januar

Ab dem 18. Januar sollen Schulen, Handel, Gastronomie, Tourismus wieder öffnen - allerdings nur für Menschen, die bei einem der dann landesweit umsonst angebotenen Corona-Schnelltests negativ getestet werden. Dafür sollen auch Massentests durchgeführt werden.

"Für alle, die nicht bereit sind, sich testen zu lassen, gelten die Regelungen des Lockdowns bis 24. Januar, also eine Woche länger", sagte Kanzler Sebastian Kurz. Tests seien die Voraussetzung für Lockerungen in der Pandemie. Der Verzicht auf einen Test bedeute demnach weiterhin ganztägige Ausgangsbeschränkungen und das verpflichtende Tragen einer FFP-2-Maske etwa beim Einkaufen oder auf dem Weg zur Arbeit. Auch Schüler und Lehrer ohne negativen Test müssen eine FFP-2-Maske tragen.

Ab 24. Januar beginne dann die dritte Phase, in der laut Kurz die Rückkehr zur Normalität angestrebt wird.

Mit Informationen von Clemens Verenkotte, ARD-Studio Wien.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 18. Dezember 2020 um 18:00 Uhr.