Ex-US-Präsident Barack Obama steht am Rednerpult. | Bildquelle: AFP

Obama über Mandela "Sein Licht hat so gestrahlt"

Stand: 17.07.2018 19:43 Uhr

Ex-US-Präsident Obama hat in einer Rede vor 16.000 Zuschauern in Johannesburg anlässlich Mandelas 100. Geburtstag an dessen Vermächtnis erinnert. Seine Botschaft richtete er nicht nur an Südafrika.

Von Jana Genth, ARD-Studio Johannesburg

Begrüßt wurde Ex-US-Präsident Barack Obama wie ein Rockstar. In einem Stadion, in dem normalerweise Cricket gespielt wird, strahlte die Wintersonne. Und Obama trat auch in Johannesburg so souverän auf wie man ihn als US-Präsident in Erinnerung hatte, nur etwas mehr ergraut. Obama sprach sehr persönlich.

"Mandelas Licht hat so gestrahlt, sogar aus einer Gefängniszelle heraus, dass es in den 1970er-Jahren einen jungen College-Studenten auf der anderen Seite der Welt inspiriert hat", sagte er in einer sehr persönlichen Ansprache. "Ich habe damals über die kleine Rolle nachgedacht, die ich spielen könnte im Kampf für Gerechtigkeit."

Obama fordert Kampf gegen Diskriminierung im Sinne Mandelas
tagesschau24 18:00 Uhr, 17.07.2018, Thomas Denzel, ARD Johannesburg

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Als er dachte, seine Arbeit sei getan, sei Nelson Mandela nicht mehr für das Präsidentenamt angetreten. Obama nannte das weise. Aber in 100 Jahren sei viel passiert. Ganze Gesellschaftssysteme hätten sich verändert - auch durch Mandela. "Eine ganze Generation genießt inzwischen eine Welt, die deutlich freier, ausgeglichener, wohlhabender, weniger gewalttätig und toleranter ist - geschaffen zu ihren Lebzeiten."

"Jeden Tag verstörende Schlagzeilen"

Doch ganz ohne Gesellschaftskrititik kam auch Obama nicht aus. Es sei eine nackte Tatsache, dass es Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe immer noch gebe - in den USA und auch hier in Südafrika. Global hielt sich Barack Obama zurück. Den jetzigen US-Präsidenten Donald Trump kritisierte er nicht. Er sagte nur, dass die Zeiten jetzt seltsam und unsicher geworden seien. "Jeden Tag gibt es verwirrende und verstörende Schlagzeilen. Das geht in einem Tempo, das noch vor wenigen Jahren unvorstellbar gewesen wäre", erklärte er und fügte hinzu, dass er kein Panikmacher sei. "Ich rede nur über Tatsachen."

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Nelson Mandela: Freiheitskämpfer, Präsident, Friedensnobelpreisträger

Nelson Mandela

Südafrika und die Welt gedenken Nelson Mandelas, des Freiheitskämpfers, Präsidenten und Friedensnobelpreisträgers, der am 18. Juli 1918 geboren wurde. Er starb am 5. Dezember 2013. | Bildquelle: JON HRUSA/EPA-EFE/REX/Shuttersto

Busi Mkumbuzi blies in dasselbe Horn. Sie ist 24, eine junge Unternehmerin aus Soweto, und durfte als Erste ans Rednerpult treten. Das nutzte sie, um globale Kritik zu üben. "Die Situation derzeit weltweit sollte uns zum Nachdenken bringen", sagte sie. "Globale politische Entwicklungen sind ein Angriff gegen die demokratischen Werte, die Mandela und seine Weggefährten unterstützt haben."

Mandelas Geburtstag wurde zum Appell für Gerechtigkeit und für internationale Zusammenarbeit. Und indirekte Kritik äußerte Obama dann doch an seinem Nachfolger in den USA. Klimawandel leugnen, wo doch Wissenschaftler weltweit ihn belegen, das sei eine Verdrehung von Tatsachen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 17. Juli 2018 um 19:00 Uhr.

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