Polizisten stehen vor dem Haus der Obamas | Bildquelle: AP

Bombenattentate verhindert? Verdächtige Pakete an Obama, Clinton, CNN

Stand: 24.10.2018 18:07 Uhr

Eine Serie verdächtiger Pakete alarmiert die Sicherheitsbehörden der USA. Der Secret Service hat Pakete mit möglichen Sprengsätzen abgefangen, die an Ex-Präsident Obama, Ex-Außenministerin Clinton und CNN gerichtet waren.

Auf den früheren US-Präsidenten Barack Obama, die frühere Präsidentschaftskandidatin sowie Außenministerin Hillary Clinton und den TV-Sender CNN sollten möglicherweise Bombenattentate verübt werden. An alle wurden nach Angaben des Secret Service "verdächtige" Pakete abgeschickt. Im Fall von Clinton und Obama seien sie von Beamten des Secret Service "abgefangen" worden, bevor sie ihre Adressaten erreicht hätten. Der Inhalt beider Sendungen sei als möglicher Sprengsatz identifiziert worden. Beim CNN-Büro in New York ging das verdächtige Paket nach Angaben des Senders hingegen ein.

Christiane Meier, ARD New York, zu den möglichen Sprengsätzen
tagesschau 17:00 Uhr, 24.10.2018

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Die Pakete an Clinton und Obama fielen nach diesen Angaben bei routinemäßigen Kontrolle von Sendungen an Adressaten auf, für deren Schutz der Secret Service zuständig ist. Inzwischen sei eine umfassende Untersuchung eingeleitet worden, um den Absender der Pakete zu ermitteln, hieß es weiter. 

Am Nachmittag räumte die New Yorker Polizei das Time Warner Center, in dem CNN ein Büro hat. Der TV-Sender teilte auf Twitter mit, der an das Gebäude geschickte Gegenstand sei offenbar aus einem Rohr und einem Draht gebaut und an den ehemaligen CIA-Chef John Brennan adressiert gewesen. Brennan steht CNN und weiteren TV-Sendern als Experte zur Verfügung. Die New Yorker Polizei behandle den Gegenstand wie einen echten Sprengsatz. Berichte, auch an das Weiße Haus und eine Militärbasis in Washington D.C. seien verdächtige Pakete geschickt worden, bestätigten sich dagegen nicht.

Trump-Sprecherin: "Terrorisierender Akt"

Das Weiße Haus verurteilte den Versand potenzieller Sprengsätze scharf und bezeichnete ihn als "terrorisierenden" Akt. Diese Handlungen seien "verachtenswert und jeder, der dafür verantwortlich ist, wird mit allen Möglichkeiten des Gesetzes zur Verantwortung gezogen", erklärte die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Sarah Sanders, in Washington.

Auch Vizepräsident Mike Pence verurteilte die mutmaßlichen Attacken als "feige" und "abscheulich". US-Präsident Donald Trump stimmte ihm per Tweet "aus ganzem Herzen" zu.

Verbindung zur Soros-Bombe?

Am Montag war bereits ein Sprengsatz im Briefkasten des Milliardärs George Soros im Bundesstaat New York gefunden worden. Bombenspezialisten brachten den Gegenstand später kontrolliert zur Explosion. Offenbar habe es sich um eine mit Sprengstoff gefüllte Rohrkonstruktion gehandelt, berichtet ARD-Korrespondent Georg Schwarte.

In den USA unterstützt Soros seit Jahren die Demokraten von Obama und Clinton. In seinem Heimatland Ungarn ist er seit langem Ziel einer feindlichen Medien Kampagne. Soros gilt als Hassfigur für rechte Gruppen in Osteuropa und den USA. Gerade erst war von rechstkonservativen Kreisen in den USA behauptet worden, der Philanthrop und Multimilliardär habe Tausende Migranten, die gerade von Lateinamerika aus Richtung USA marschieren, persönlich bezahlt.

Die Funde kommen wenige Wochen vor den anstehenden Kongresswahlen in den USA Anfang November.

Mit Informationen von Georg Schwarte, ARD-Studio New York

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Oktober 2018 um 17:00 Uhr.

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