Frode Berg | Bildquelle: MAXIM SHIPENKOV/EPA-EFE/REX

Moskauer Gericht 14 Jahre Haft für Norweger wegen Spionage

Stand: 16.04.2019 12:08 Uhr

Der Fall hatte bereits für Spannungen zwischen Russland und Norwegen gesorgt: Nun hat ein Gericht in Moskau einen norwegischen Rentner zu 14 Jahren Haft verurteilt. Der bestreitet die Vorwürfe.

Ein russisches Gericht hat einen norwegischen Rentner zu 14 Jahren Lagerhaft wegen Spionagevorwürfen verurteilt. Der 63-jährige Frode Berg habe den norwegischen Sicherheitsdiensten Informationen über Atom-U-Boote der russischen Flotte übermittelt, so die Moskauer Richter.

Berg streitet Vorwürfe ab

Die Staatsanwaltschaft hatte die 14-jährige Lagerhaft für Berg gefordert, der im Dezember 2017 festgenommen worden war. Der Rentner, der früher für eine norwegische Regierungsbehörde zur Überwachung des Grenzvertrags zwischen Norwegen und Russland arbeitete, streitet alle Vorwürfe ab.

Seinem norwegischen Anwalt zufolge räumte er ein, dass er für die norwegischen Sicherheitsdienste mehrmals Kurierdienste übernommen habe. Ihm sei aber nicht bewusst gewesen, dass es sich dabei um versuchte Spionage gehandelt habe.

Fall löste Spannungen zwischen beiden Ländern aus

Ein ehemaliger russischer Polizist, der Berg Informationen übergeben haben soll, war im Dezember 2018 von einem Gericht in Moskau zu 13 Jahren Lagerarbeit verurteilt worden. Die Verhaftung von Berg hatte zu Spannungen zwischen Russland und Norwegen geführt, die normalerweise gute Beziehungen unterhalten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 16. April 2019 um 18:00 Uhr.

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