Kreuzfahrtschiff gerät vor Norwegens Küste in Seenot | Bildquelle: AP

"Viking Sky" in Seenot Evakuierung vorerst ausgesetzt

Stand: 25.03.2019 18:11 Uhr

Vor der norwegischen Küste sind fast 500 Passagiere der "Viking Sky" per Hubschrauber evakuiert worden. Inzwischen fährt das am Samstag in Seenot geratene Kreuzfahrtschiff wieder aus eigener Kraft.

Der Motorschaden an dem in Seenot geratenen Kreuzfahrtschiff vor der Westküste Norwegens ist nach Angaben der Einsatzkräfte größtenteils behoben. Drei der vier Motoren der "Viking Sky" funktionierten wieder, sagte ein Sprecher. Damit könne das Schiff wieder mit eigener Kraft fahren.

Es soll nun in den Hafen der Stadt Molde geschleppt werden. Der Kapitän der "Viking Sky" soll laut Nachrichtenagentur NTB entscheiden, ob die Evakuierung im laufe des Tages doch noch fortgesetzt werden muss.

In der Nacht hatten schlechtes Wetter und hoher Wellengang die Rettungsaktion schwierig gemacht. Mehrere Hubschrauber und Schiffe waren im Einsatz.

Kreuzfahrtschiff gerät vor Norwegens Küste in Seenot
tagesschau 20:00 Uhr, 23.03.2019

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Langsam auf dem Weg Richtung Küste

Die "Viking Sky" war am Samstagnachmittag mit rund 1300 Menschen an Bord bei starkem Wellengang in Seenot geraten. Das Schiff befand sich auf dem Weg von Tromsö in Nordnorwegen nach Stavanger im Süden, als es wegen eines Motorschadens einen Notruf absetzte. Nach Angaben der Polizei wurden bis zum frühen Morgen etwa 460 Menschen von Bord in Sicherheit gebracht.

Die Rettungsaktion ging nur langsam voran, weil die Passagiere einzeln in einen Hubschrauber hochgezogen werden mussten. 17 der Geretteten wurden in ein Krankenhaus gebracht, drei von ihnen wurden schwer verletzt. Die meisten Passagiere an Bord des Kreuzfahrtschiffes stammen laut Polizei aus Großbritannien und den USA, auch zwei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit zählen zu den Passagieren.

"Niemals so etwas Furchtbares erlebt"

"Ich hatte Angst. Niemals zuvor habe ich etwas so Furchtbares erlebt", sagte eine mit dem Hubschrauber ausgeflogene Passagierin dem norwegischen Rundfunk NRK. Während des Fluges sei ihr der Wind "wie ein Tornado" vorgekommen.

Frachter in Seenot

Die Hustadvika-Gewässer liegen bei Kristiansund an der zentralen Westküste Norwegens und gelten als gefährliches Seegebiet mit zahlreichen kleinen Inseln und Riffen. In der Region gab es schon häufiger Schiffsunfälle.

Der kleine Frachter "Hagland Captain" wollte sich an der Rettungsaktion beteiligen und fuhr Richtung "Viking Sky", als er ebenfalls einen Motorschaden erlitt. Das Schiff bekam Schlagseite und geriet in Seenot. Die Besatzung wurde ebenfalls mit Helikoptern in Sicherheit gebracht, so der Rettungsdienst.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. März 2019 um 04:43 Uhr.

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