Nordkorea`s Machthaber Kim Jong Un und Südkorea´s Präsident Moon Jae-In umarmen sich. | Bildquelle: AP

Gespräche zwischen Nord- und Südkorea Plötzlich scheint alles möglich

Stand: 27.05.2018 03:48 Uhr

Nord- und Südkorea wollen die Gespräche auch nach dem überraschenden zweiten Treffen ihrer Staatschefs nicht abreißen lassen. Nun rechnet auch US-Präsident Trump wieder damit, Nordkoreas Machthaber Kim wie ursprünglich geplant zu treffen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas Präsident Moon Jae In wollen sich künftig "regelmäßig" zu direkten Gesprächen treffen. Das nächste Gespräch ist "auf hoher Ebene" für den 1. Juni anberaumt. Das berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die von Kim als Sprachrohr genutzte nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.

Die beiden Staatschefs wollten dadurch den Dialog zwischen den beiden Ländern vertiefen sowie "Weisheit und Anstrengungen zusammenbringen", so die KCNA weiter. Kim und Moon seien sich einig, "gemeinsame Anstrengungen für die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel" zu unternehmen.

Chancen auf USA-Nordkorea-Gipfel nach innerkoreanischem Treffen gestiegen
tagesschau 20:00 Uhr, 27.05.2018, Klaus Scherer, ARD Tokio

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Treffen mit Trump soll nun doch stattfinden

Die Gespräche sollten auch weiter beschleunigt werden und verschiedene Themenfelder umfassen wie Militärbehörden und das Rote Kreuz. Kim habe zudem bei dem Treffen seinen starken Wunsch ausgedrückt, US-Präsident Donald Trump treffen zu wollen.

Auch Trump rechnet nach eigenen Worten damit, dass das Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am 12. Juni in Singapur, wie ursprünglich geplant, stattfindet. Die Angelegenheit entwickle sich "sehr gut", erklärte der US-Präsident im Weißen Haus. "Wir streben den 12. Juni in Singapur an. Daran hat sich nichts geändert."

Nach dem ersten historischen Treffen zwischen Kim und Moon hatte Trump den 12. Juni für ein Gipfeltreffen vorgeschlagen. Am Donnerstag hatte er den Termin aber wieder abgesagt und dies mit "ungeheurem Groll und offener Feindseligkeit" Nordkoreas begründet.

Überraschendes Treffen zwischen Kim und Moon

Der südkoreanische Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hatten sich am Samstag überraschend ein zweites Mal getroffen. Die Gespräche fanden im Grenzort Panmunjom in der entmilitarisierten Zone zwischen beiden Staaten statt.

Laut Präsidialamt in Seoul ging es bei dem zweistündigen Treffen vor allem darum, den Weg für ein Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump zu ebnen.

"Neue Ära des Friedens"

Moon und Kim hatten sich bereits am 27. April zu einem historischen Gipfel im Grenzort Panmunjom getroffen. Dabei hatte der nordkoreanischen Machthaber versprochen, sein Atomwaffenprogramm vollständig abzubauen. Beide Politiker sprachen von einer "neuen Ära des Friedens".

Damals hatte Kim als erster nordkoreanischer Führer seit dem Ende des Korea-Krieges 1953 die schwer bewachte Grenze überquert und südkoreanischen Boden betreten. Der Machthaber wurde direkt an der Demarkationslinie von Moon empfangen. 

Kim und Moon drängen auf Singapur-Gipfel
Jürgen Hanefeld, ARD Tokio
27.05.2018 12:43 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Mai 2018 um 16:00 Uhr in den Nachrichten.

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