Raketentests sind dem abgeschotteten Land aufgrund von Resolutionen der Vereinten Nationen verboten. (Archivbild) | Bildquelle: AP

Nach Angaben Südkoreas Nordkorea feuert erneut Raketen ab

Stand: 29.03.2020 01:12 Uhr

Nordkorea hat Südkoreas Militär zufolge von seiner Ostküste aus erneut ein Geschoss ins Meer abgefeuert. Es war nicht das erste Mal in diesem Monat. Machthaber Kim hatte zuvor angekündigt, eine "neue strategische Waffe" vorführen zu wollen.

Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben zum vierten Mal in diesem Monat eine Rakete getestet. Ein Flugkörper sei aus dem abgeschotteten kommunistischen Staat in Richtung Japanisches Meer geflogen, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den Generalstab. Einzelheiten zur Art des Geschosses, der Reichweite und Höhe gab es zunächst nicht.

Erst vor gut einer Woche hatte Nordkorea zwei Flugkörper, bei denen es sich vermutlich um ballistische Kurzstreckenraketen handelte, ebenfalls in Richtung Japanisches Meer abgeschossen. Südkorea und auch Japan hatten diesen Test vor einer Woche scharf kritisiert. Auch die Bundesregierung verurteilte den Abschuss der beiden Raketen.

Nordkorea unterliegt scharfen Sanktionen

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte zu Jahresbeginn angekündigt, sich nicht mehr an das Moratorium für Atomversuche und Tests von Interkontinentalraketen zu halten. Er drohte auch, dass Nordkorea bald eine "neue strategische Waffe" vorführen werde.

Die Atomverhandlungen zwischen Pjöngjang und Washington liegen seit einem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump im Februar vergangenen Jahres auf Eis. Das international weitgehend isolierte Nordkorea steht wegen seines Atom- und Raketenprogramms unter strikten US- und UN-Sanktionen.

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea die Erprobung von ballistischen Raketen, die je nach Bauart auch atomare Sprengköpfe befördern können. Südkoreas Militär rief das wegen seines Atomwaffenprogramms isolierte Nachbarland auf, seine Raketentests sofort einzustellen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. März 2020 um 08:00 Uhr.

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