Die beiden Staatsführer umarmen sich beim Korea-Gipfel | Bildquelle: REUTERS

Korea-Gipfel Vom Albtraum zum Frühling

Stand: 27.04.2018 18:09 Uhr

Es geht nicht nur um nukleare Abrüstung - es soll ein Friedensvertrag abgeschlossen werden und wieder Familienbegegnungen geben: Der Korea-Gipfel brachte mehr als erwartet.

Von Jürgen Hanefeld, ARD-Studio Tokio

Mit einem Durchbruch dieser Tragweite hat niemand gerechnet. Als Kim Jong Un schon auf dem Heimweg war, meldete das Nordkoreanische Fernsehen: "Kim Jong Un wird offenherzig mit Präsident Moon Jae In alle Themen ansprechen, die das Verhältnis zwischen Nord- und Südkorea verbessern und Frieden, Wohlstand und die Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel herbeiführen können."

In den vergangenen Tagen hatte man schon erfahren, dass die Abschaffung der Atomwaffen ganz oben auf dem Wunschzettel des südkoreanischen Präsidenten steht. Weitere Themen waren nicht genannt worden und wie weit sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gerade bei der Denuklearisierung kompromissbereit zeigen würde, war nicht abzusehen.

Historisches Treffen zwischen Süd- und Nordkorea
tagesthemen 22:55 Uhr, 27.04.2018, Sandra Ratzow, ARD Singapur zzt. Südkorea

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Vollständige nukleare Abrüstung

Nun heißt es in der "Panmunjom-Erklärung", die beiden Koreas seien sich einig über die vollständige Abrüstung von Atomwaffen: "Heute haben der Vorsitzende Kim und ich bestätigt, dass es unser gemeinsames Ziel ist, eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel durch vollständige nukleare Abrüstung zu erreichen", sagte Moon.

Wie und wann das geschehen soll, ist noch offen. Doch die Präambel der Erklärung lässt hoffen. Die beiden Führer, so heißt es dort, erklären feierlich vor ihrem Volk von 80 Millionen Menschen und der gesamten Welt, dass es auf der koreanischen Halbinsel keinen Krieg mehr geben wird und ein neues Zeitalter des Friedens begonnen hat:

"Heute hatten wir ein historisches Treffen und haben eine wertvolle Übereinkunft erzielt unter den aufmerksamen Augen der ganzen Welt. Wir haben einen neuen Anfang für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel und in der ganzen Welt gesetzt."

Internationale Reaktionen auf koreanisches Gipfeltreffen
tagesthemen 22:55 Uhr, 27.04.2018, Daniel Satra, NDR

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Friedensvertrag geplant

Dass dieses neue Zeitalter nicht von heute auf morgen beginnen kann, macht folgender Vorbehalt deutlich: Süd und Nord, so heißt es in der Erklärung, wollen die Reduzierung der Waffen allmählich umsetzen, wenn die militärischen Spannungen beendet sind und Vertrauen geschaffen wurde.

Um den Koreakrieg, der das Land in den 1950er-Jahren verwüstete, auch juristisch zu Ende zu bringen, schlagen die beiden Verhandlungspartner vor, den herrschenden Waffenstillstand durch einen Friedensvertrag zu ersetzen. Dazu bedarf es allerdings der Mitarbeit der USA und Chinas, denn Südkorea ist gar keine Vertragspartei.

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Korea-Gipfel: Händchenhalten statt Kräftemessen

Blick auf den Grenzort Panmunjom

Hinten der Norden, vorne der Süden. Im Grenzort Panmunjom kam es zum historischen Treffen der beiden koreanischen Präsidenten. | Bildquelle: REUTERS

Familien können sich wieder begegnen

Bemühungen, die militärischen Spannungen abzubauen, sollen auf allen Ebenen unternommen werden, auch auf See und in der Luft. Um darüber genauer zu sprechen, werden bis Ende Mai Militärgespräche zwischen Nord- und Südkorea geführt werden.

Die vor Jahren eingestellten Zusammenkünfte von Familien, die durch die Teilung der beiden Koreas auseinander gerissen wurden, sollen im August wieder aufgenommen werden. Auch die stillgelegte Sonderwirtschaftszone Kaesong bekommt eine neue Chance. Dort soll ein gemeinsames Büro von Nord- und Südkorea seinen Betrieb aufnehmen. Die Bilanz des nordkoreanischen Führers fiel blumig aus: "Wir haben dem eingefrorenen Verhältnis zwischen Nord- und Südkorea Lebewohl gesagt. Das war ein Albtraum, und jetzt verkünden wir der Welt den Beginn eines warmen Frühlings."

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 27. April 2018 um 17:00 Uhr.

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