Niki Lauda beim Vortraining auf dem Hockenheimring 1977 beim Großen Preis von Deutschland. | Bildquelle: dpa

Formel -1- Legende Trauer um Niki Lauda

Stand: 21.05.2019 07:14 Uhr

Die rote Kappe war sein Markenzeichen, seine Leidenschaft neben der Formel 1 das Fliegen. Niki Lauda galt als einer, der keine halben Sachen macht. Nun ist er im Alter von 70 Jahren gestorben.

Von Clemens Verenkotte, ARD-Studio Wien

Im Kreise seiner Familie sei Niki Lauda am Montag friedlich entschlafen: Dies gaben seine engsten Angehörigen per E-Mail bekannt. Seine einzigartigen Erfolge als Sportler und Unternehmer seien und blieben unvergesslich. Und wörtlich fügte seine Familie hinzu:

"Sein unermüdlicher Tatendrang, seine Gradlinigkeit und sein Mut bleiben Vorbild und Maßstab für uns alle."

Lauda, am 22. Februar 1949 als Sohn einer wohlhabenden Industriellenfamilie in Wien geboren, verfolgte sehr zielstrebig und konsequent seine Ambitionen - zunächst im Rennsport, später in der Geschäftswelt als Unternehmer.

Formel-1-Legende Niki Lauda im Alter von 70 Jahren gestorben
tagesschau 20:00 Uhr, 21.05.2019, Thomas Klinger, BR

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Folgenschwerer Unfall 1976

Mit 25 Jahren gewann er sein erstes Grand Prix-Rennen und dominierte die anschließende Saison, bis es im August 1976 zum folgenschweren Unfall auf dem Nürburgring kam, bei dem er sich schwere Verbrennungen zuzog.

Vor allem die Lunge wurde in Mitleidenschaft gezogen. Damals gab der behandelnde Arzt über Telefon bekannt, die Lungenfunktion sei arg mitgenommen, und man wolle hoffen, dass keine zusätzlichen Infektionen in die Lunge gelangten. Nur 42 Tage später bestand Lauda darauf, erneut ins Rennen zu gehen.

Als Rennfahrer geboren

Im Rückblick sagte er, er sei als Rennfahrer geboren mit nur einer Sache im Kopf: So schnell wie möglich eine Weltmeisterschaft zu gewinnen. "Der Unfall dann, wenn man auf dem Totenbett liegt, das ist natürlich schon ein Aufwachen aus dieser Traumwelt, wo man sagt: Je mehr Gas ich gebe, desto mehr kann ich gewinnen. Das heißt, ich habe mein ganzes Leben relativieren müssen, um plötzlich einzusehen, dass man doch als kleiner Mensch in einem Riesenuniversum manchmal ganz schön auf die Seite steigen kann."

Zunächst nur als notwendiger Schutz, wurde seine Kopfbedeckung zu einem Markenzeichen. Er habe seine Kappe, um sich vor seinen Brandverletzungen zu schützen, sagte Lauda. Das gleichzeitig ein Schriftzug darauf war, sei die logische Konsequenz daraus. "Das habe ich damals konsequent weitergeführt."

Als Unternehmer erfolgreich

Niemals halbe Sachen machen: Mit dieser Konsequenz konnte Lauda 1977 und nochmals 1984 die Weltmeisterschaft gewinnen. Die gleichen Eigenschaften sorgten auch dafür, dass er als Unternehmer erfolgreich wurde.

"Meine Stärke kommt durch das Training des Sports. Nach Niederlagen oder anderen Rückschlägen zu versuchen, wenn es eng wird oder schwierig wird, dann eben besondere Leistungen zu bringen, um da so schnell wie möglich wieder herauszukommen."

Bereits Ende der 70er-Jahre gründete Lauda seine eigene Airline, die er zwei Jahrzehnte später an die Austrian Airlines verkaufte. Der Luftfahrtindustrie blieb der leidenschaftliche Pilot weiterhin verbunden. Seine neue Fluglinie Niki ging später in Air Berlin auf.

"Es geht volle Pulle bergauf"

Zeit seines Lebens litt er immer wieder an den Folgen dieses schweren Unfalls auf dem Nürburgring. Im Sommer 2018 musste er sich einer Lungentransplantation unterziehen. Angst vor dem Tod habe er nicht, bekannte er gegenüber dem ORF. Er wisse, dass sein Leben irgendwann einmal zu Ende sein wird.

Wie das sein würde, könne er nicht mitbestimmen. "Das wird irgendwann einmal von oben entschieden, und auch damit kann ich leben."

Bei seinem 70. Geburtstag in diesem Februar bedankte sich Lauda für die zahlreichen Glückwünsche mit den Worten: "Ich komme wieder zurück und es geht volle Pulle bergauf."

Nachruf Niki Lauda
Clemens Verenkotte, ARD Wien
21.05.2019 06:34 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. Mai 2019 um 09:00 Uhr.

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