Wahlplakate in Nigeria | Bildquelle: AP

Nigeria Wahl um eine Woche verschoben

Stand: 16.02.2019 04:13 Uhr

Wenige Stunden vor Beginn der Abstimmung ist die Präsidentenwahl in Nigeria verschoben worden. Wahlleiter Yakubu ließ per Twitter verkünden, dass die Wahl nunmehr für den 23. Februar angesetzt sei. Bis dahin gebe es "eine Reihe von Herausforderungen" zu klären.

Eigentlich sollten die Wahllokale um 8.00 Uhr Ortszeit öffnen. Doch mitten in der Nacht verkündete der Leiter der Wahlkommission, Mahmood Yakubu, per Kurznachrichtendienst Twitter, dass der Urnengang um eine Woche verschoben werde.

Grund seien "Herausforderungen", die zunächst geklärt werden müssten. Die Verschiebung sei "für eine erfolgreiche Ausführung der Wahlen und die Festigung unserer Demokratie" notwendig, so Yakubu. Es wurde berichtet, dass Wahlunterlagen nicht in alle Teile des Landes geliefert worden seien. Mehr als 84 Millionen Wähler sind stimmberechtigt.

Nigerias Wahllokale blieben heute geschlossen
tagesschau 17:00 Uhr , 16.02.2019, Caroline Hoffmann, ARD Nairobi

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Für Amtsinhaber Buhari könnte es knapp werden

Die Wahl gilt als enges Rennen zwischen dem 76-jährigen Präsidenten Muhammadu Buhari und seinem 72-jährigen Herausforderer Atiku Abubakar, einem Milliardär und früheren Vizepräsidenten. Die Anhänger der beiden haben vor ausländischer Einmischung gewarnt. Es wurden auch Vorwürfe der Wahlmanipulation erhoben. 2015 hatte Nigeria die Präsidentschaftswahl um sechs Wochen wegen schlechter Sicherheit verschoben.

Muhammadu Buhari | Bildquelle: AP
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Präsident Buhari möchte zwar gerne erneut ins Amt gewählt werden, aber seine Politik in den vergangenen Jahren war weder in Sachen Wirtschaft noch in der Sicherheit erfolgreich.

Buharis Amtszeit ist mit einem Absturz der globalen Ölpreise einhergegangen, wodurch die auf Öl angewiesene Wirtschaft von Nigeria in eine Rezession geriet. Die Arbeitslosigkeit nahm zu. Nigeria überholte Indien als das Land mit den meisten Menschen, die in extremer Armut leben. Die Sicherheit in dem Land hat kaum zugenommen. Während das Militär Extremisten der Terrorgruppe Boko Haram aus Gemeinden im Nordosten von Nigeria verdrängt hat, gibt es nach wie vor Gewalt. Ein Ableger, der der Terrormiliz "Islamischer Staat" loyal gegenüber ist, hat in den vergangenen Monaten an Kraft gewonnen. Zehntausende Menschen sind vor ihm geflohen.

Buhari schadete im Januar seinem Ruf, als er den Obersten Richter von Nigeria wegen Korruptionsbedenken suspendierte, ohne wie vorgeschrieben andere Teile der Regierung zurate zu ziehen. Offenbar gesundheitliche Probleme von Buhari verursachen ebenfalls Sorgen. Er verbrachte mehr als 150 Tage außerhalb des Landes für eine bislang nicht näher beschriebene medizinische Behandlung. Bei seiner abschließenden Wahlkampfkundgebung am Donnerstag sprach Buhari nur wenige Minuten.

Das Versprechen des Milliardärs

Abubakar will die Wähler mit dem Slogan "Lasst uns Nigeria wieder funktionsfähig machen" überzeugen. Er versprach, er werde das wichtige staatliche Ölunternehmen von Nigeria privatisieren und bis 2025 gut 50 Millionen Menschen aus der Armut holen. Abubakar ist es aber nicht gelungen, jahrelange Korruptionsvorwürfe gegen ihn loszuwerden.

Atiku Abubakar | Bildquelle: dpa
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Abubakar versprach, 50 Millionen Menschen aus der Armut zu holen.

Präsidentschaftswahlen in Nigeria kurzfristig verschoben
Dunja Sadaqi, ARD Rabat
16.02.2019 08:48 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 16. Februar 2019 um 04:49 Uhr.

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