Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram, Archivbild | Bildquelle: AFP

Terrormiliz in Nigeria Regierung verhandelt mit Boko Haram

Stand: 26.03.2018 11:57 Uhr

Seit Jahren führt die Terrormiliz Boko Haram einen blutigen Kampf gegen die nigerianische Regierung und die Bevölkerung des Landes. Nun soll es Gespräche über eine dauerhafte Waffenruhe geben.

Die nigerianische Regierung verhandelt nach eigenen Angaben mit der Terrormiliz Boko Haram über ein Ende der Gewalt - Ziel sei eine permanente Waffenruhe. Das berichtet die Zeitung "The Punch". Die Zeitung beruft sich dabei auf eine Erklärung von Informationsminister Lai Mohammed.

Nach Angaben des Ministers führte bereits eine einwöchige Waffenruhe dazu, dass Boko Haram mehr als 100 entführte Schülerinnen aus dem nordnigerianischen Ort Dapchi freiließ. Die Mädchen von Dapchi waren vor einem Monat aus einem Internat verschleppt worden.

Befreite Schülerinnen aus Dapchi. | Bildquelle: AP
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Schülerinnen aus Dapchi: Geld für die Freilassung?

Wurde Geld bezahlt?

Die einzige Forderung der Islamisten sei freies Geleit gewesen, um die Mädchen zurückbringen zu können. Da allerdings die Entführer die Kinder selbst zurückbrachten und keine Sicherheitskräfte beteiligt waren, ist von einer Einigung mit der Regierung mit möglichen Lösegeldzahlung auszugehen. Weiterhin keine Spur gibt es von zahlreichen der mehr als 270 Schülerinnen, die Boko Haram im April 2014 aus dem Ort Chibok verschleppt hat.

Regierung ist unter Druck

Die Regierung von Präsident Muhammadu Buhari steht wegen der anhaltend schlechten Sicherheitslage im Norden des Landes unter Druck. Die Behörden erklären immer wieder, Boko Haram sei nahezu besiegt. Doch die Terrorgruppe verübt weiter Anschläge und nimmt Hunderte Geiseln. So wurden Anfang März mehrere humanitäre Helfer bei einem Angriff auf ein Flüchtlingslager getötet.

Die Gruppe, die sich zur Terrormiliz "Islamischer Staat" bekennt, will nach eigenen Angaben ein islamistisches Regime im Norden Nigerias errichten. Sie wird für Anschläge und Gefechte mit mehr als 20.000 Toten in den vergangenen neun Jahren verantwortlich gemacht. Rund 2,6 Millionen Menschen wurden seit dem Beginn der Kämpfe 2009 vertrieben.

Interview mit der von Boko Haram entführten Halima
Caroline Hoffmann, ARD Nairobi

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. März 2018 um 14:00 Uhr.

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