Küste vor Wellington | Bildquelle: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Nach Erdbeben 2016 Neuseelands Inseln rücken zusammen

Stand: 24.11.2018 14:51 Uhr

Die beiden Hauptinseln Neuseelands sind sich ein Stückchen nähergekommen. Das schwere Erdbeben vor zwei Jahren schob die Südinsel in Richtung Nordinsel - um 35 Zentimeter. Das ist nicht die einzige Veränderung.

Durch das schwere Erdbeben in Neuseeland vor zwei Jahren sind die beiden Hauptinseln des Landes näher zusammengerückt. Bei dem Beben der Stärke 7,8 am 14. November 2016 seien einige Verwerfungslinien, also tektonische Bruchstellen in der Erdoberfläche, erschüttert worden, erläuterten Experten von Neuseelands geowissenschaftlichem Institut GNS Science in einer Studie.

Karte: Neuseeland
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Neuseeland: Der kürzeste Weg zwischen Nord- und Südinsel beträgt trotz Annäherung immer noch mehr als 50 Kilometer.

Dadurch sei die Südinsel mittlerweile um 35 Zentimeter in Richtung der Nordinsel geschoben worden. Der Abstand zwischen Cape Campbell, wo die größte Bruchstelle an der Südinsel endet, und der neuseeländischen Hauptstadt Wellington am unteren Zipfel der Nordinsel beträgt der Untersuchung zufolge aber immer noch mehr als 50 Kilometer.

Komplexestes Erdbeben, das je gemessen wurde

Für messbare geologische Veränderungen sorgte das Erdbeben außerdem in der Stadt Nelson. Der Ort am Nordrand der Südinsel sackte um zehn bis 20 Millimeter ab.  Dies sei nicht viel, aber dennoch wahrnehmbar, sagte die GNS-Wissenschaftlerin Sigrun Hreinsdottir der Website "Stuff".

Ein Riss zieht sich durch eine Straße | Bildquelle: REUTERS
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Abgesackte Straßen: Tiefe Risse zogen sich 2016 durch Straßen.

Kühe in Not nach dem Erdbeben in Neuseeland | Bildquelle: AP
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Kühe in Not: Um sie herum sackte die Erde durch das Beben ab.

Sie und ihre Kollegen hoben in ihrer Untersuchung außerdem hervor, dass bei dem Beben vor zwei Jahren mindestens 25 Verwerfungslinien gebrochen seien. Mit dieser ungewöhnlich hohen Zahl zähle es zu einem der komplexesten Erdbeben, die je auf der Erde registriert wurden.

Das Beben vom November 2016 hatte große Schäden angerichtet und mehrere Menschen getötet. In Neuseeland sind Erdbeben keine Seltenheit. Der Inselstaat liegt auf dem Pazifischen Feuerring, wo mehrere Kontinentalplatten zusammentreffen. In dem Gebiet werden jährlich bis zu 15.000 Erdstöße gezählt, von denen etwa 100 bis 150 für den Menschen spürbar sind.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. September 2018 um 16:35 Uhr.

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