Benjamin Netanyahu | Bildquelle: AFP

Wahlkampf in Israel Rakete zwingt Netanyahu in Bunker

Stand: 26.12.2019 02:59 Uhr

Israels Ministerpräsident Netanyahu musste einen Wahlkampfauftritt unterbrechen - wegen Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen. Das israelische Militär reagierte mit Luftangriffen.

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben am Abend erneut eine Rakete auf Israel abgefeuert. Das Geschoss sei von dem Raketenabwehrsystem "Iron Dome" abgefangen worden, teilte Israels Armee mit. In israelischen Grenzorten sowie der rund zwölf Kilometer vom Gazastreifen entfernten Küstenstadt Aschkelon heulten Warnsirenen.

Die israelische Armee reagierte mit Luftangriffen auf den Beschuss, wie Sicherheitskräfte auf Twitter mitteilten. Die Luftwaffe habe mit Kampfjets "eine Reihe von Hamas-Terrorzielen" attackiert.

Likud entscheidet über Parteichef

Der Angriff unterbrach in eine Wahlkampfveranstaltung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu in Aschkelon, wie israelische Medien berichteten. Der 70-Jährige und seine Ehefrau Sara mussten vorübergehend in einen Schutzraum. Er konnte seinen Auftritt vor rund 100 Anhängern seiner Likud-Partei wenig später fortsetzen.

Netanyahu ist auf Wahlkampftour. Am Donnerstag wird in seiner Likud-Partei entschieden, ob der Ministerpräsident weiterhin ihr Vorsitzender bleibt. Netanyahus Wiederwahl gilt als wahrscheinlich - aber anders als früher nicht als sicher. Sein einziger Gegenkandidat ist der ehemalige Innen- und Erziehungsminister Gideon Saar.

Der Vorsitzende der Likud-Partei soll bei der vorgezogenen Neuwahl im März auch als Spitzenkandidat aufgestellt werden. Es wird die dritte Wahl in Israel innerhalb eines Jahres.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. Dezember 2019 um 22:00 Uhr.

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