Dorfbewohner vor ihren zerstörten Häusern | Bildquelle: REUTERS

Schwere Gewitter Unwetter in Nepal fordert 27 Tote

Stand: 01.04.2019 16:03 Uhr

Ein schwerer Sturm mit Gewittern ist am Sonntagabend über die südlichen Ebenen des Himalaya-Staates hinweg gefegt. 27 Menschen kamen ums Leben, mehr als 600 wurden verletzt. Viele Menschen sind obdachlos.

Mauern stürzten ein, Bäume und Strommastern knickten um: Ein Unwetter im Süden Nepals hat mindestens 27 Menschen das Leben gekostet. Und die Opferzahl könnte laut Behörden noch steigen. Von den über 600 Verletzten schwebten sieben in Lebensgefahr, sie seien in die rund 100 Kilometer entfernte Hauptstadt Kathmandu geflogen worden, so ein Sprecher des Innenministeriums. Soldaten und Polizisten seien auf dem Weg in die Unglücksregion. Mediziner und Nothelfer brächten Zelte und andere Hilfsgüter in das betroffene Gebiet an der indischen Grenze.

Nach Angaben von Helfern sind die Krankenhäuser in der Region völlig überfüllt. Ein Arzt im Bezirk Parsa berichtete, dass Menschen von umstürzenden Mauern, Bäumen und Strommasten getroffen worden seien. Die starken Windböen hatten am Vorabend außerdem Hunderte Strohdächer mit sich gerissen. "Der Wind hat alles mitgenommen, mein Haus und meine Familie", erzählte ein Dorfbewohner, dessen Frau in dem Unwetter ums Leben kam.

Soldaten helfen bei den Rettungs- und Aufräumarbeiten. | Bildquelle: AP
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Soldaten helfen bei den Rettungs- und Aufräumarbeiten.

Ein außergewöhnliches Wetterphänomen

Die Infrastruktur in der Region ist in weiten Teilen zerstört, die Menschen bräuchten unter anderem dringend Lebensmittel, sagte ein Helfer. Der Polizeichef der Region, Sanu Ram Bhattarai, schloss nicht aus, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte. 

Regengüsse kommen in Nepal im Frühling häufig vor, sie sind jedoch selten so stark. In der Monsunzeit von Juni bis September hingegen kommt es regelmäßig zu Überschwemmungen und Erdrutschen, bei denen jedes Jahr Hunderte Menschen sterben.

Dorfbewohner vor ihren zerstörten Häusern | Bildquelle: AFP
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Dorfbewohner sitzen im Bezirk Bara vor ihrem zerstörten Haus.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. April 2019 um 10:00 Uhr.

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