Alexej Nawalny | Bildquelle: dpa

Kundgebungen in Russland Nawalny kämpft für Zulassung zur Wahl

Stand: 24.12.2017 14:06 Uhr

Der russische Oppositionspolitiker Nawalny will seine Zulassung als Präsidentschaftskandidat durchsetzen. Auf Kundgebungen im ganzen Land zeigten Menschen ihre Unterstützung für seine Kandidatur. Nun hat Nawalny offenbar die erste Hürde genommen.

Mit Versammlungen in 20 russischen Städten ist der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny von seinen Anhängern offenbar für die Zulassung zur Wahl nominiert worden. Das schrieb Nawalny im Kurznachrichtendienst Twitter.

Auf den Kundgebungen zwischen Wladiwostok im Osten und Sankt Petersburg im Westen Russlands hatten sich jeweils mindestens 500 Menschen versammelt - dies ist die Mindestzahl der Unterstützer, die ein Präsidentschaftskandidat aufweisen muss.

"Wir sind bereit zu gewinnen"

Allein in Moskau versammelten sich mehr als 700 Menschen, um Nawalnys Kandidatur zu unterstützen. Der Anwalt und Blogger trat auch selbst bei der Veranstaltung auf. "Ich freue mich riesig und bin stolz, Ihnen mitteilen zu können, dass ich hier als Kandidat für ganz Russland stehe", rief er seinen Anhängern zu. "Wir sind bereit zu gewinnen, und wir werden diese Wahl gewinnen."

Die Kundgebung fand in einem Zelt am Ufer des Flusses Moskwa statt. Ein anderer Veranstaltungsort sei nicht genehmigt worden, schrieb er.

Anhänger des russischen Oppositionsführers Nawalny stimmen während einer Zusammenkunft am 24.12.2017 in Moskau (Russland) dafür, das Nawalny als Kandidat für die russischen Präsidentschaftswahlen nominiert wird. Der Anti-Korruptions-Aktivist, der seit einem Jahr Wahlkampf macht, wird wegen einer Vorstrafe nicht zugelassen. | Bildquelle: dpa
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Nawalny als Kandidat für die russischen Präsidentschaftswahlen: Seine Anhänger stimmten dafür.

In Rostow am Don im Süden Russlands beteiligten sich nach Angaben von Nawalnys Kampagne mehr als 800 Menschen, in Jekaterinburg im Ural mehr als 900 und in Nowosibirsk in Sibirien mehr als 700. In St. Petersburg demonstrierten mehr als tausend Menschen für eine Zulassung Nawalnys.

Chancenlos trotz Nominierung

Trotz der Nominierungen gilt es als unwahrscheinlich, dass Nawalny zur Präsidentschaftswahl zugelassen wird. Im Oktober hatte die Wahlkommission entschieden, dass der 41-Jährige bis 2028 für kein Amt kandidieren darf. Die Kommission begründete dies mit einer Verurteilung Nawalnys wegen Unterschlagung. Der Oppositionspolitiker bestreitet die Vorwürfe und spricht von einem politischen Urteil.

Sollte er nicht zur Wahl zugelassen werden, werde er zu einem Wahlboykott aufrufen, betonte Nawalny.

Nawalny gilt als - zumindest symbolisch - als wichtigster Gegner von Präsident Wladimir Putin, mit dessen Wiederwahl am 18. März allgemein gerechnet wird. Allen anderen von der Kommission zugelassenen Kandidaten werden keine Chancen eingeräumt.

Nawalny kämpft um Zulassung zur Wahl
tagesschau 20:00 Uhr, 24.12.2017, Golineh Atai, ARD Moskau

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 24. Dezember 2017 um 13:00 Uhr.

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