Astronaut  Bruce McCandless II (Archivbild 1984) beim Außeneinsatz im All | Bildquelle: AP

Neuer NASA-Jahrgang 12.000 wollen Astronaut werden

Stand: 02.04.2020 08:18 Uhr

Im Februar hatte die NASA mitgeteilt, dass neue Astronauten gesucht würden. 12.000 Frauen und Männer aus den USA haben sich beworben. Die Besten von ihnen sollen auf Mond und Mars fliegen.

Von Arthur Landwehr, ARD-Studio Washington

Gleich 12.000 junge Frauen und Männer wollen Astronauten werden, sich ausbilden lassen, um eines Tages zum Mond zu fliegen oder einige Monate auf der Internationalen Raumstation zu arbeiten. Die zweithöchste Zahl in der Geschichte der NASA.

Der neue Jahrgang, für den man sich in den vergangenen vier Wochen bewerben konnte, soll speziell für die kommenden Artemis-Missionen ausgebildet werden. "Diese Generation wird den Mond mehr als je zuvor erforschen und uns zum Roten Planeten führen", so NASA Chef Jim Bridenstine. Der neue Jahrgang soll unter anderem die Station in der Mondumlaufbahn bauen und Flüge zum Mars vorbereiten.

Die Internationale Raumstation ISS passiert den Mond und wird so für kurze Zeit als Schattenriss sichtbar. | Bildquelle: dpa
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2024 will die NASA wieder Astronauten zum Mond schicken.

Der Planet Mars ( Archivbild) | Bildquelle: dpa
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Ab 2030 sollen die ersten Menschen zum Mars reisen.

Zwei Jahre Ausbildung für die Besten

Die Eingangsvoraussetzungen waren noch einmal angehoben worden: mindestens ein Masterabschluss in Naturwissenschaften, Mathe oder Ingenieurwissenschaften. Ab jetzt wird ausgewählt. Die besten kommen zum Interview und zum Gesundheitstest nach Houston in Texas.

Dann beginnen zwei Jahre Ausbildung in Raumfahrttechnik, Robotertechnik, Arbeit im All ebenso wie Führungskompetenz und Teamarbeit. 2024 sollen wieder Mondflüge beginnen, sechs Jahre später will die NASA die ersten Menschen zum Mars bringen.

12.000 Bewerber für neuen Astronautenjahrgang der NASA
Arthur Landwehr, ARD Washington
02.04.2020 08:08 Uhr

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Die Geschichte der US-Raumfahrt

60 Jahre Nasa:

Am 29. Juli 1958 unterzeichnete US-Präsident Eisenhower (mitte) das "National Aeronautics and Space"-Gesetz und gründete damit die NASA. Er hatte entschieden, dass das zivile Raumfahrtprogramm der USA durch eine Raumfahrtorganisation durchgeführt werden soll. Er trieb die Gründung voran, da es der Sowjetunion bereits ein Jahr zuvor gelungen war, den Satelliten "Sputnik I" ins Weltall zu bringen. Am 1. Oktober 1958 nahm die NASA unter dem Chef Keith Glennan (rechts) ihre Arbeit auf. | Bildquelle: NASA

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell Radio am 02. April 2020 um 09:27 Uhr.

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