Filipe Nyusi, Präsident von Mosambike, umarmt Renamo-Chef Ossufo Momaden | Bildquelle: AP

Mosambik Friedensabkommen vor dem Papstbesuch

Stand: 01.08.2019 21:13 Uhr

Vor rund 27 Jahren endete der blutige Bürgerkrieg in Mosambik - doch in den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Kämpfen. Jetzt unterzeichneten die Konfliktparteien ein historisches Friedensabkommen.

Die Regierung in Mosambik hat ein historisches Friedensabkommen mit der bewaffneten Oppositionspartei Renamo unterschrieben. Das Abkommen soll die Gewalt im Lande beenden, die trotz Kriegsende vor gut 27 Jahren immer wieder aufflammte.

Das Abkommen sieht vor, dass mehr als 5200 Kämpfer der ehemaligen Rebellenorganisation ihre Waffen abgeben, bevor im September Papst Franziskus Mosambik besucht und im Oktober Wahlen stattfinden.

Bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen treten die Renamo sowie die seit der Unabhängigkeit herrschende Regierungspartei Frelimo an.

Fast eine Million Tote

Bei dem Bürgerkrieg starben fast eine Million Menschen. 1992 schlossen die Regierungspartei Frelimo und die Renamo Frieden, allerdings kam es ab 2012 erneut zu Spannungen. Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen flohen zwischen 2012 und 2016 Zehntausende Menschen vor der Gewalt in dem Land. Beide Seiten einigten sich 2016 auf eine Waffenruhe, die nun in das Friedensabkommen mündete.

"Die Familie der Mosambikaner ist wieder in Frieden vereint", sagte Renamo-Chef Ossufu Momade. Präsident Filipe Nyusi sprach von einem historischen Augenblick.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. August 2019 um 20:00 Uhr.

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