Proteste in jordanischer Hauptstadt Amman  | Bildquelle: REUTERS

Nach landesweiten Protesten Jordaniens Ministerpräsident zurückgetreten

Stand: 04.06.2018 15:04 Uhr

Mehrere Tage lang hatten Tausende Jordanier im ganzen Land demonstriert. Jetzt ist Ministerpräsident Hani al-Mulki zurückgetreten. Die Wut richtet sich vor allem gegen die Sparmaßnahmen der Regierung.

Erst wurde er vom König einbestellt, jetzt hat Jordaniens Ministerpräsident Hani al-Mulki offenbar sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Regierungskreisen zufolge habe König Abdullah II dieses bereits akzeptiert. Damit reagiert die Regierung auf eine zentrale Forderung der landesweiten Proteste.

König Abdullah II und Ministerpräsident Hani al-Mulki | Bildquelle: AFP
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König Abdullah II und Ministerpräsident Hani al-Mulki bei einem Treffen im Königspalast in Amman.

"Game Over, Regierung der Diebe"

Seit mehreren Tagen demonstrieren Tausende Jordanier gegen die Sparmaßnahmen der Regierung. Es sind die größten Proteste seit Jahren. Die Demonstranten zogen unter anderem zu al-Mulkis Büro und riefen "Game Over, Regierung der Diebe" und "Der Jordanier ist kein Bankautomat".

Sie kritisieren, dass die Sparmaßnahmen vor allem geringe und mittlere Einkommen treffen würden. Unterstützung für die Proteste kommt von Berufsvereinigungen. Die Demonstranten zündeten Autoreifen an. Es gab Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Jordanier protestieren gegen Preis- und Steuererhöhungen
04.06.2018

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Noch am Sonntag hatte König Abdullah II der Nachrichtenagentur Petra gesagt, dass die jordanischen Bürger die Last der Steuerreformen nicht alleine schultern müssen. Geplante Preiserhöhungen für Treibstoff und Strom wurden bereits eingefroren.

Die Wirtschafts- und Steuerreformen werden unter anderem vom Internationalen Währungsfond unterstützt, der dem Land 2016 einen Kredit gewährt hatte.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. Juni 2018 um 15:00 Uhr.

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