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Grubenunglück in Chile Verschüttete Bergleute nach 17 Tagen noch am Leben

Stand: 24.01.2021 08:47 Uhr

17 Tage nach dem Einsturz einer Gold- und Kupfermine in Chile sind alle 33 dabei verschütteten Bergarbeiter noch am Leben. Durch einen Bohrschacht konnten Rettungskräfte mit den in 700 Metern Tiefe eingeschlossenen Männern Kontakt aufnehmen. Die Verschütteten schickten zunächst einen kleine Zettel an die Erdoberfläche mit der Botschaft: "Hier sind 33 Personen. Wir sind alle am Leben." Die vor der Mine wartenden Angehörigen applaudierten, weinten und fielen sich vor Freude in die Arme. Viele stimmen die Nationalhymne an.

Chiles Präsident Pinera mit einer Botschaft der verschütteten Kumpel. | null

Chiles Präsident Pinera mit einer Botschaft der verschütteten Kumpel

Durch den kleinen Schacht konnte auch eine Kamera zu den Verschütteten gebracht werden. "Ich habe sie vor fünf Minuten mit meinen eigenen Augen gesehen - durch die Videokamera", sagte Chiles Präsident Sebastián Piñera. Auf den Bildern habe er acht oder neun der Bergleute gesehen. Einige von ihnen hätten gewunken. Sie seien offensichtlich in guter körperlicher Verfassung. Piñera zeigte sich überglücklich. "Heute weint ganz Chile vor Freude und Ergriffenheit."

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Familien der Verschütteten fielen sich am Rande der Unglücksmine in die Arme.

Angehörige gaben Hoffnung nicht auf

Die kleine Gold- und Kupfermine am Rand von Copiapo in der Atacama-Wüste, etwa 850 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago, war am 5. August eingestürzt. Seitdem fehlte jedes Lebenzeichen von den Verschütteten. Alle Versuche, sie zu lokalisieren und zu bergen, schlugen fehl. Ihre Angehörigen gaben jedoch die Hoffnung nicht auf, dass sich die Männer in einen in dem Unglücksschacht in 700 Metern Tiefe gelegenen Schutzraum retten konnten. Vorsorglich aber warnte der Minister vor zu großer Euphorie. Es könne bis zu vier Monate dauern, bis die Arbeiter gerettet werden könnten, hieß es.