Angriff auf Militärparade im Iran. | Bildquelle: dpa

Angriff auf Militärparade Iran bestellt europäische Diplomaten ein

Stand: 23.09.2018 04:35 Uhr

Neben den USA und Saudi-Arabien gibt der Iran auch europäischen Staaten eine Mitschuld an dem jüngsten Anschlag. Vertreter aus Dänemark, den Niederlanden und Großbritannien wurden nun einbestellt.

Die iranische Regierung hat nach dem tödlichen Anschlag auf eine Militärparade diplomatische Vertreter dreier europäischer Länder einbestellt. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Irna berichtete, wurden die Botschafter Dänemarks und der Niederlande sowie der britische Geschäftsträger zu Gesprächen aufgefordert.

Teheran wirft den Ländern vor, dass sie "einige Mitglieder der Terrorgruppe beherbergen, die den terroristischen Anschlag begangen haben". 

Viele Tote bei Angriff auf Militärparade im Iran
tagesschau 20:00 Uhr, 22.09.2018, Natalie Amiri, ARD Teheran

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Mindestens 29 Tote

Bei dem Anschlag in der südwestlichen Stadt Ahwas wurden mindestens 29 Menschen getötet und mehr als 50 verletzt. Zu der Tat bekannte sich der "Islamische Staat". Die iranische Staatsführung hingegen hatte am Vormittag den Namen einer Separatistenbewegung veröffentlicht, die für die tödlichen Angriffe verantwortlich sein soll. Sie seien unterstützt worden von Saudi-Arabien und auch den USA, hieß es im Staatsfernsehen. Somit gab die iranische Führung den USA zumindest eine Mitschuld an den Verbrechen.

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif reagierte per Twitter mit den Worten: "Terroristen, die von einem ausländischen Regime rekrutiert, ausgebildet, bewaffnet und bezahlt wurden, haben unsere Stadt Ahwas angegriffen. Der Iran hält regionale Terrorsponsoren und ihre US-Meister für solche Angriffe verantwortlich. Der Iran wird schnell und entschlossen auf die Verteidigung des iranischen Lebens reagieren."

Zehn Minuten lang sollen die Angreifer am Morgen in Uniform geschossen und getötet haben, danach wurden drei der Terroristen von iranischen Sicherheitskräften erschossen. Ein weiterer starb an seinen Verletzten später im Krankenhaus. In anderen Quellen hieß es, auch er sei getötet worden.

Mit Informationen von Michael Lehmann, ARD-Studio Athen

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. September 2018 um 20:00 Uhr.

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