Menschen gehen auf einer straße im Abendlicht | Bildquelle: dpa

USA und Venezuela Streit über Migrantenzug aus Honduras

Stand: 25.10.2018 04:08 Uhr

Tausende Menschen im Süden Mexikos machen sich wieder auf den Weg nach Norden. Venezuelas Staatschef Maduro wehrte sich derweil gegen Äußerungen von US-Vizepräsident Pence, wonach seine Regierung den Zug der Migranten finanziere.

Nachdem sie einen Tag Kräfte geschöpft haben, gehen Tausende Menschen im Süden Mexikos wieder Richtung Norden. Die Gruppe brach von Huixtla im mexikanischen Bundesstaat Chiapas auf. Ihr Ziel ist das etwa 2700 Kilometer entfernte Tijuana an der Grenze zu den USA.

Mittelamerikanische Flüchtlinge setzen ihren Marsch Richtung USA fort
tagesschau 09:00 Uhr, 25.10.2018

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Nach Angaben des mexikanischen Innenministeriums befanden sich rund 3000 Migranten in Huixtla. Die Organisatoren der Gruppe sprachen von etwa doppelt so vielen Menschen.

Die Gruppe war in San Pedro Sula in Honduras gestartet und hatte rund 700 Kilometer bis an die Grenze zwischen Guatemala und Mexiko zurückgelegt. Ein Großteil der Migranten aus Honduras, El Salvador und Guatemala überquerte dort den Grenzfluss Suchiate und reiste ohne Registrierung nach Mexiko ein.

Migranten aus Mittelamerika | Bildquelle: dpa
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Die USA forderten Tausende Migranten aus Mittelamerika, die derzeit auf dem Weg in die USA sind, zur Rückkehr auf und schlossen eine Einreise kategorisch aus.

Maduro widerspricht Pence

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro verwahrte sich derweil gegen Äußerungen von US-Vizepräsident Mike Pence, wonach seine sozialistische Regierung den nach Norden drängenden Zug in Mittelamerika finanziere. Maduro warf der US-Regierung vor, Venezuela als nationales Sicherheitsrisiko darzustellen, um eine mögliche Militärintervention in seinem Land zu rechtfertigen.

Am Dienstag hatte Pence erklärt, der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández habe ihm gesagt, die Gruppe von Migranten mit Ziel USA werde von Linken organisiert, die von Caracas finanziell unterstützt würden. Beweise für die Behauptung legte Pence nicht vor. Venezuela hat selbst mit einer Migrationskrise zu kämpfen: Tausende haben das krisengeplagte Land verlassen.

Migration als US-Wahlkampfthema

US-Präsident Donald Trump nutzte den Zug der Migranten als Thema im Wahlkampf der anstehenden Kongresswahlen. Er stellte erneut Europa als schlechtes Beispiel für Migrationspolitik an den Pranger. "Wer illegale Migration will und befürwortet, sollte sich gut anschauen, was in Europa in den vergangenen fünf Jahren passiert ist", schrieb Trump bei Twitter. Die Europäer wünschten sich, sie könnten die Entscheidung rückgängig machen, mutmaßte er.

Die EU-Kommission widersprach Trump mit deutlichen Worten. "Fünf Jahre nach Beginn der Migrationskrise sind unsere Grenzen besser verwaltet und geschützt als je zuvor", sagte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die EU habe eine umfassende und wirksame Strategie, ohne sich abzuschotten.

Trump sendet seit Tagen die Botschaft aus, die Migranten aus Mittelamerika hätten keinerlei Chance, ins Land zu kommen - sollten sie denn die Grenze erreichen. Er droht unter anderem damit, die Grenze notfalls mit Soldaten abzusichern.

Trump auf Wahlkampftour in Houston | Bildquelle: dpa
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US-Präsident Donald Trump nutzte den Zug der Migranten als Wahlkampfthema bei den Halbzeitwahlen.

Honduraner fliehen vor Bandenkriminalität

Honduras gilt wegen der starken Präsenz der Jugendbanden als einer der gefährlichsten Staaten der Welt. Zudem prägen Korruption, Menschenrechtsverletzungen und Armut das Leben vieler Honduraner. Viele Familien sehen nur die Flucht als Ausweg.

Ende 2017 waren weltweit 294.000 Menschen aus Mittelamerika als Flüchtlinge registriert, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) im Mai mitteilte.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Oktober 2018 um 09:00 Uhr.

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