Kinder liegen in Wolldecken gehüllt auf dem Boden. | Bildquelle: REUTERS

Migrantentreck in Mexiko "Wir brauchen Busse"

Stand: 08.11.2018 22:19 Uhr

Der in Mexiko-Stadt angekommene Migrantentreck will mit Bussen zur US-Grenze weiterfahren. Für Fußmärsche sei es zu kalt, erklärte ein Koordinator. Somit würde der Treck die USA früher erreichen als bislang geplant.

Migranten aus Mittelamerika, die in einem Treck in Richtung US-Grenze ziehen, wollen mit Bussen weiterfahren. "Wir brauchen Busse, um weiter zu reisen", sagte der Koordinator der Karawane, Milton Benítez, der Nachrichtenagentur AP. Für Fußmärsche oder Reisen per Anhalter sei es im Norden Mexikos zu gefährlich und zu kalt, erklärte er. Dort seien Drogenkartelle aktiv. Auf einer Versammlung werde über die Route und die Abfahrtszeit entschieden, sagte Benítez.

Fast ein Drittel minderjährig

Nach Angaben der mexikanischen Behörden sind 4851 Migranten in Unterkünften in einem Sportkomplex registriert. Etwa 1700 von ihnen sind minderjährig. 85 Prozent der Menschen kommen aus Honduras, viele der Übrigen sind aus Guatemala, El Salvador und Nicaragua.

Die Meisten hätten das Angebot ausgeschlagen, in Mexiko zu bleiben, hieß es. Von Mexiko-Stadt bis zum nächstgelegenen Grenzübergang in die USA sind es knapp 1000 Kilometer. José Luis Fuentes von der Nationalen Anwaltskammer sagte, nach Kalifornien sei der Weg zwar weiter, aber besser als der nach Texas.

Migranten aus Mittelamerika machen sich am frühen Morgen von Huixtla im Bundesstaat Chiapas auf den Weg. | Bildquelle: dpa
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Etwa 1700 der in Mexiko registrierten Migranten aus Mittelamerika sind minderjährig.

4800 US-Soldaten an der Grenze

US-Präsident Donald Trump hatte vor der Kongresswahl Stimmung gegen die Migranten aus Zentralamerika gemacht. Er entsandte rund 4800 Soldaten an die mexikanische Grenze, um die vor Armut und Kriminalität in ihren Herkunftsländern geflohenen Menschen zu stoppen. Sollten diese mit Bussen in die USA reisen, wären sie dort wesentlich früher als geplant.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. Oktober 2018 um 09:00 Uhr und Deutschlandfunk am 07. November 2018 um 06:17 Uhr.

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