Karte: Calais in Frankreich

Zwischen Calais und Dover 40 Migranten im Ärmelkanal gerettet

Stand: 25.12.2018 22:17 Uhr

Schlauchboote, keine Rettungswesten: Immer wieder versuchen Migranten, den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien zu überqueren. Dutzende wurden an Weihnachten gerettet.

Insgesamt 40 Migranten in fünf Booten sind am ersten Weihnachtstag im Ärmelkanal zwischen Großbritannien und Frankreich gerettet worden. Darunter waren auch mehrere Kinder. Die Geretteten waren trotz Winterwetters auf der stark befahrenen Schifffahrtsroute unterwegs.

Der Ärmelkanal ist zwischen Calais und Dover rund 40 Kilometer breit. Die Migranten waren in der Nacht oder den frühen Morgenstunden unter anderem in Schlauchbooten entdeckt worden. Alle wurden medizinisch versorgt.

Das von der französischen Marine bereitgestellte Foto zeigt Migranten in einem Schlauchboot, die im Ärmelkanal gerettet wurden. | Bildquelle: AP
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Das Bild, das von der französischen Marine bereitgestellt wurde, zeigt die Migranten im Schlauchboot.

Banden das Handwerk legen

Nach Angaben des Innenministeriums in London gaben sie an, aus dem Irak, Iran und Afghanistan zu stammen. Auch französische Behörden waren an den Aktionen beteiligt. Sie retteten sechs Erwachsene und zwei Kinder aus Seenot gut 20 Kilometer nördlich der Hafenstadt Calais. Ihr Boot hatte einen Motorschaden.

Migranten versuchen immer wieder, vom Kontinent aus nach Großbritannien zu gelangen. Das britische Innenministerium sprach von organisierter Kriminalität. Man arbeite eng mit den französischen Behörden zusammen, um den Banden das Handwerk zu legen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. Dezember 2018 um 01:00 Uhr in den Nachrichten.

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