Protestmarsch für die verschwundenen Studenten

Verschwundene Studenten in Mexiko Bürgermeister von Iguala festgenommen

Stand: 04.11.2014 14:02 Uhr

Mehr als einen Monat nach dem Verschwinden Dutzender Studenten im Südwesten Mexikos ist der von der Polizei gesuchte Bürgermeister der Stadt Iguala als Verdächtiger festgenommen worden. José Luis Abarca und seine Frau wurden in Mexiko-Stadt gefasst, wie die Bundespolizei mitteilte. Die Festnahme sei ohne Gewaltanwendung erfolgt. Sie würden nun vernommen.

Verbindungen zur Drogenmafia

Der frühere Bürgermeister der Stadt Iguala, José Luis Abarca, mit seiner Frau.
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Der frühere Bürgermeister der Stadt Iguala, José Luis Abarca, und seine Frau sind Hauptverdächtige.

Abarca und seine Frau María de los Ángeles Pineda waren in dem Fall die meistgesuchten Verdächtigen. Bislang wurden mehr als 50 Menschen festgenommen, unter ihnen etwa 40 Polizisten. Vier Festgenommene gaben Ende Oktober zu, an der "Entführung und dem Schicksal dieser Gruppe beteiligt" gewesen zu sein, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft. Demnach waren zwei Mitglieder der Drogenbande "Guerreros Unidos" direkt für die Verschleppung verantwortlich, die beiden anderen sollen als Wachen für das Kartell fungiert haben.

Die 43 Studenten waren am 26. September bei der Rückkehr von einer Spendensammelaktion in Iguala von Polizisten und Mitgliedern der "Guerreros Unidos" angegriffen worden. Die Behörden vermuten, dass Abarca das Vorgehen gegen die Studenten anordnete, um zu verhindern, dass sie am nächsten Tag eine Rede seiner Frau mit Protesten stören. Das Bürgermeisterpaar soll Verbindungen zur Drogenmafia unterhalten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. November 2014 um 6:00 Uhr.

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