Zusammenstöße zwischen Migranten und der Polizei an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko | Bildquelle: Esteban Biba/EPA-EFE/REX/Shutter

Mexikanische Grenze Toter bei Zusammenstößen mit der Polizei

Stand: 29.10.2018 11:03 Uhr

An der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko ist ein Mann nach Zusammenstößen mit der Polizei ums Leben gekommen. Der 26-jährige Honduraner war von einem Gummigeschoss am Kopf getroffen worden.

Beim Zug zentralamerikanischer Migranten in Richtung USA ist ein 26 Jahre alter Honduraner ums Leben gekommen. Der Mann sei bei Auseinandersetzungen von Migranten mit der mexikanischen und guatemaltekischen Polizei von einem Gummigeschoss am Kopf getroffen worden, teilte die Freiwillige Feuerwehr in Guatemala mit. Helfer hätten ihn nicht mehr retten können. Nach Angaben der Polizei gab es Dutzende Verletzte.

An der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko lieferten sich Hunderte Migranten gewalttätige Zusammenstöße mit der Polizei. Mehr als 1000 Migranten, die meisten aus Honduras, hatten gestern eine Polizeisperre gestürmt. An einer zweiten Metallbarriere kam die Menge schließlich zum Stehen. Mehrere Menschen warfen Steine auf mexikanische Polizisten, diese antworteten mit Tränengas.

Polizisten drängen durch einen Zaun - es kommt zu Zusammenstößen mit Migranten | Bildquelle: ESTEBAN BIBA/EPA-EFE/REX/Shutter
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Mehr als 1000 Migranten stürmten eine Polizeisperre.

Ziel der Gruppe war es, sich der Flüchtlingskarawane anzuschließen, die derzeit durch Mexiko Richtung USA zieht. Die Karawane machte am Sonntag eine Pause im Ort Tapanatepec im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca, heute sollte der Marsch fortgesetzt werden. Von Tapanatepec aus sind es noch etwa 1600 Kilometer bis zur US-Grenze.

2000 Nationalgardisten zusätzlich

Die ursprünglich aus rund 7000 Migranten bestehende Karawane hatte sich am 13. Oktober von Honduras aus auf den Marsch in Richtung USA gemacht. Mittlerweile besteht sie laut der Hilfsorganisation Pueblos Sin Fronteras noch aus rund 4000 Menschen, da viele Teilnehmer sich wieder auf den Heimweg gemacht und rund 1700 sich zum Bleiben in Mexiko entschieden haben.

Die Karawane aus Flüchtlingen auf dem Weg Richtung US-amerikanische Grenze | Bildquelle: AFP
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Ursprünglich 7000 Migranten hatten sich auf den Marsch in Richtung USA gemacht.

US-Präsident Donald Trump will mit allen Mitteln verhindern, dass der Treck in die USA gelangt. Den Marsch der Flüchtlinge in Richtung US-Grenze bezeichnete er als "nationalen Notstand" für sein Land. An der Südgrenze der USA sind aufgrund einer Trump-Anordnung bereits seit April rund 2000 Nationalgardisten zusätzlich zu den Grenzschützern stationiert.

Von der salvadorianischen Hauptstadt El Salvador brach am Sonntag eine Gruppe von rund 300 Migranten in Richtung der Grenze zu Guatemala auf. Auch sie will nach dem Vorbild der großen Karawane durch Mexiko Richtung USA marschieren.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. Oktober 2018 um 06:30 Uhr.

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