Merkel | Bildquelle: HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX/Shutter

Telefonat mit Putin Merkel fordert Freilassung von Soldaten

Stand: 11.12.2018 04:37 Uhr

Kanzlerin Merkel hat in einem Telefonat mit Russlands Staatschef Putin die Freilassung der ukrainischen Marinesoldaten gefordert. Deutschland und Frankreich versuchen heute bei einem Treffen zwischen Russland und der Ukraine vermitteln.

Vor einem deutsch-französischen Vermittlungsversuch im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat Angela Merkel vom russischen Präsidenten Wladimir Putin die Freilassung ukrainischer Seeleute gefordert. Das habe die Bundeskanzlerin Putin in einem Telefonat gesagt, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit.

Die russische Küstenwache hatte vor gut zwei Wochen drei ukrainischen Schiffen die Passage durch die Straße von Kertsch verweigert, die Schiffe festgesetzt und 24 Besatzungsmitglieder verhaftet.

Streit um Meerenge

Die Meerenge vor der von Russland vereinnahmten Halbinsel Krim verbindet das Schwarze mit dem Asowschen Meer und wird von Moskau als alleiniges russisches Hoheitsgebiet angesehen. Der Zwischenfall hat erhebliche Spannungen zwischen Moskau und Kiew ausgelöst.

Merkel habe im Gespräch mit Putin unterstrichen, dass Vorkehrungen erforderlich seien, um eine reibungslose Schiffspassage zu gewährleisten, so Seibert.

Die Meerenge von Kertsch | Bildquelle: AP
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Um die Meerenge von Kertsch gibt es Streit zwischen Russland und der Ukraine.

Treffen als Vermittlungsversuch

Heute treffen sich die außenpolitischen Berater der Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine in Berlin. Merkel hatte den Vermittlungsversuch nach ihrem Treffen mit Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires angekündigt.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 11. Dezember 2018 um 06:45 Uhr.

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