Angela Merkel besichtigt die mit Solarenergie betriebene Metrostation Dwarka Sector 21 | Bildquelle: dpa

Merkel in Indien Fachkräfte, Freihandel, Verkehr

Stand: 02.11.2019 17:19 Uhr

Zum Abschluss ihres Staatsbesuchs hat Kanzlerin Merkel Investitionen von einer Milliarde Euro in nachhaltige Mobilität versprochen. Außerdem will sie die Anwerbung von Fachkräften beschleunigen und ein Freihandelsabkommen voranbringen.

Kanzlerin Angela Merkel sieht gute Chancen für mehr Investitionen der deutschen Wirtschaft in Indien. Dies gelte etwa bei der Modernisierung der Infrastruktur wie dem Ausbau der Hochgeschwindigkeits-Zugverbindungen, sagte Merkel bei der Jahreshauptversammlung der Deutsch-Indischen Handelskammer in Neu Delhi.

Merkel will Anwerbung aus Indien forcieren
tagesschau 17:00 Uhr, 02.11.2019, Sibylle Licht, ARD Neu-Delhi

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Investionen in grüne Mobilität

Außerdem versprach sie Investitionen von einer Milliarde Euro binnen fünf Jahren in nachhaltige Mobilitätskonzepte. Dazu zählen etwa der Ausbau von Elektrobussen, die alte dieselbetriebene Fahrzeuge ersetzen sollen. Damit soll auch die Luftqualität verbessert werden - Neu-Delhi hatte während Merkels Besuch den Gesundheitsnotstand ausgerufen wegen extrem hoher Smog-Werte.

Am letzten Tag ihrer Reise besichtigte die Kanzlerin eine solarbetriebene Metrostation, um sich über Umwelt- und Energietechnik zu informieren. An der Station werden auch mit Batterien betriebene E-Rikschas eingesetzt, damit Pendler die "letzte Meile" überbrücken können. Indien strebt trotz steigendem Energiebedarfs eine Senkung des CO2-Ausstoßes um 30 Prozent bis 2030 an. 

Merkel Indien | Bildquelle: dpa
galerie

Selfie in der Fabrik - Merkel besichtigte ein Werk des Autozulieferers Continentale. Sie versprach, den Zuzug von Fachkräften nach Deutschland zu vereinfachen.

Freihandelsabkommen und Anwerben von Fachkräften

Die Kanzlerin machte sich zum Abschluss ihres Besuchs in Indien zugleich für einen neuen Anlauf für ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land stark. 2007 begonnene Gespräche für ein solches Abkommen mit Indien waren 2012 von beiden Seiten unterbrochen worden.

Die Bundesregierung will nach den Worten Merkels auch die Einwanderung indischer Fachkräfte nach Deutschland vereinfachen. Demnach soll ab März 2020 das weltweite Netz der deutschen Außenhandelskammern dazu eingebunden werden. "Unser Vorschlag ist, dass die Außenhandelskammern bei der Rekrutierung Anlaufpunkte sind", sagte Merkel in Neu-Delhi. In enger Abstimmung mit den Konsulaten sollten etwa Visa-Anträge vorbereitet werden. Deutsche Firmen beschweren sich seit langem über die langwierigen Visa-Verfahren für benötigte Mitarbeiter durch das Auswärtige Amt und das Innenministerium.

Der Besuch von Kanzlerin Merkel in Indien
Silke Diettrich, ARD Neu-Delhi
02.11.2019 10:40 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. November 2019 um 10:00 Uhr.

Darstellung: