Angela Mekel und Shinzo Abe | Bildquelle: AFP

Kanzlerin Merkel in Japan Engere Zusammenarbeit, mehr Freihandel

Stand: 04.02.2019 12:54 Uhr

Kurz nach Inkrafttreten des EU-Japan-Freihandelsabkommen ist Kanzlerin Merkel nach Tokio gereist. Dort vereinbarte sie mit Japans Ministerpräsident Abe, sich noch mehr für den Freihandel einzusetzen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe haben bei ihrem Treffen angekündigt, das gemeinsame Engagement für internationalen Freihandel und Multilateralismus auszubauen.

Japan trete mit Deutschland für eine "regelbasierte Ordnung" ein, man arbeite eng in dieser Frage zusammen, sagte Merkel. Beide Seiten lobten das am Freitag in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan als wegweisend.

Mehr japanisches Engagement erwünscht

Merkel sagte, das Abkommen sei "in dieser Zeit eine wichtige Mitteilung an die Welt. Wir schätzen das sehr und wollen das auch mit Leben erfüllen". Sie wolle die deutsch-japanischen Wirtschafts- und Wissenschaftsbeziehungen verstärken. Dabei fange man nicht bei Null an, sondern könne schon auf das Engagement von 450 deutschen Firmen in Japan aufbauen. "Das kann noch mehr werden", betonte die Kanzlerin. Und auch Japan sei eingeladen, sich in Deutschland zu engagieren.

Angela Merkel und Shinzo Abe | Bildquelle: AFP
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Kanzlerin Merkel und Japans Ministerpräsident Abe wollen sich noch mehr für den Freihandel einsetzen.

"Partnerschaft auf eine höhere Stufe heben"

Der Protektionismus greife weltweit um sich, erklärte Abe, Großbritannien steuere auf den Austritt aus der EU zu. "Deutschlands Rolle wächst immer weiter in der Welt", sagte er. Der Besuch kurz nach dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens sende "eine kraftvolle Botschaft für die Stärkung unserer bilateralen Wirtschaftsbeziehungen und für das Vorantreiben des Freihandels". Es sei an der Zeit, die Partnerschaft für eine internationale Ordnung und den Wohlstand in der Welt auf eine höhere Stufe zu heben.

Die Kanzlerin bot außerdem an, bei der japanischen Agenda für den G20-Gipfel Ende Juni in Osaka zusammenzuarbeiten. Japan nehme Fragen der Gesellschaft 5.0 auf und beschäftige sich mit Datensicherheit und -ethik. "Das sind Themen, die uns auch umtreiben", sagte die Kanzlerin.

Merkel zu Besuch in Japan
tagesschau 17:00 Uhr, Kristin Marie Schwietzer, ARD Berlin zzT. Tokio

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Merkel: Keine Beweise für Abrüstung Nordkoreas

Im Hinblick auf Nordkorea sagte Merkel, sie sehe noch keine Beweise für eine nordkoreanische nukleare Abrüstung. Zwar lobte sie den auch von den USA initiierten Abrüstungsprozess. "Aber die Schritte müssen auch nachvollziehbar sein, das sind sie bisher nicht", sagte sie. Zugleich sagte sie Japan zu, sich in den UN sehr eng abzustimmen. Deutschland habe als nicht-ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat derzeit die Federführung im Sanktionsausschuss. Auch Abe betonte, dass man sich mit Deutschland bei dem Thema eng abstimmen wolle.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. Februar 2019 um 12:00 Uhr.

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