Muslimische Pilger beten am Heiligtum Kaaba in der großen Moschee in Mekka. | Bildquelle: REUTERS

Pilgerfahrt in Mekka Millionen Muslime beginnen den Hadsch

Stand: 19.08.2018 11:23 Uhr

Im Islam gilt es als religiöse Verpflichtung: Millionen Muslime feiern in Mekka den Höhepunkt der Pilgerreise Hadsch. Das fünftägige Großereignis stellt Saudi-Arabien vor immense Herausforderungen.

Muslime aus aller Welt haben in Mekka in Saudi-Arabien die jährliche Pilgerfahrt Hadsch begonnen. Die Behörden des Königreichs erwarten dazu mehr als zwei Millionen Teilnehmer aus dem In- und Ausland. Schon seit Wochen strömen Gläubige nach Mekka.

Religiöse Pflicht - mit Ausnahmen

Beim Hadsch-Ritual umrunden die Pilger die Kaaba, ein würfelförmiges Gebäude im Zentrum der Großen Moschee, siebenmal entgegen dem Uhrzeigersinn. Es ist das Gebäude, dem sich alle Muslime weltweit im Gebet zuwenden. Außerdem ziehen die überwiegend in weiß gekleideten Pilger zum Berg Arafat bei Mekka und vollziehen später eine symbolische Steinigung des Teufels mit Kieseln. Am Dienstag, dem dritten Tag der Wallfahrt, feiern die Muslime weltweit das Opferfest.

Die Pilgerreise gilt als eine von fünf Säulen des Islam. Die Glaubenslehre sieht vor, dass jeder gläubige und gesunde Muslim, der es sich leisten kann, einmal im Leben den Hadsch mitmachen soll.

Mekka: Hadsch beginnt
tagesschau 20:00 Uhr, 19.08.2018, Simon Riesche, ARD Kairo

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Saudi-Arabien im Ausnahmezustand

Angesichts der Menschenmassen gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen. Saudi-Arabien setzt Zehntausende Sicherheitskräfte ein, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Die Kosten dafür gehen in die Milliarden. Vor drei Jahren waren bei einer Massenpanik während der Wallfahrt nach offiziellen Angaben 769 Pilger ums Leben gekommen. Inoffizielle Berechnungen kommen auf mehr als 2000 Todesopfer.

Die saudischen Behörden ließen daraufhin die Sicherheitsstrukturen überarbeiten. Die Pilgerströme werden nun unter anderem über Einbahnstraßen geleitet. Wer unerlaubt Gläubige transportiert, riskiert hohe Haft- und Geldstrafen.

Anfang der Woche demonstrierten saudi-arabische Sicherheitskräfte bei einer Militärparade östlich von Mekka ihre Einsatzbereitschaft für die Hadsch-Wallfahrt. Einsatzkräfte mit schwarz und rot geschminkten Gesichtern marschierten durch den Ort Arafat, ein Gebäude wurde in Brand gesetzt, Spezialeinheiten seilten sich mit Maschinenpistolen ab.

Gemeinsam trotz regionaler Konflikte

Das fünftägige religiöse Großereignis findet auch in diesem Jahr vor dem Hintergrund schwerer regionaler Konflikte statt. Saudi-Arabien wirft dem Emirak Katar vor, islamistische Extremisten zu unterstützen und sich dem schiitischen Iran anzunähern. Der Iran ist regionaler Rivale und Erzfeind Saudi-Arabiens. Trotzdem sollen die Pilger aus Katar und dem Iran nach Angaben der saudiarabischen Behörden am Hadsch teilnehmen können.

Die größten Besuchergruppen kommen offiziellen Zahlen zufolge aus Ägypten, Indien, Pakistan, Bangladesch und dem Sudan.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau und NDR Info am 19. August 2018 um 10:00 Uhr.

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