McAfee nach seiner Festnahme in Guatemala. | dapd

Nach Mordfall in Belize Flüchtiger McAfee in Guatemala festgenommen

Stand: 06.12.2012 09:49 Uhr

Der in Lateinamerika untergetauchte US-Softwarepionier John McAfee ist in Guatemala festgenommen worden. Die Polizei kündigte an, den 67-Jährigen noch heute nach Belize ausliefern zu wollen, wo er etwa vier Jahre lebte und im Zusammenhang mit der Ermordung seines dortigen amerikanischen Nachbarn befragt werden soll.

McAfee, der mit nach ihm benannten Antiviren-Programmen Millionen verdiente, sei illegal nach Guatemala eingereist, begründete Innenminister Mauricio Lopez Bonilla die Festnahme. McAfee war vor etwa drei Wochen untergetaucht. Mit seiner 20-jährigen Freundin setzte er sich ins Nachbarland Guatemala ab, um sich den Behörden in Belize zu entziehen.

McAfee nach seiner Festnahme in Guatemala. | dapd

McAfee nach seiner Festnahme in Guatemala. Bild: dapd

Er befürchte, dass diese ihn umbringen würden, wenn er sich stelle, sagte McAfee. Die Regierung von Belize hat die Äußerungen als paranoid zurückgewiesen. Die Polizei hat erklärt, McAfee sei nicht der Hauptverdächtige in dem Mordfall. Es liegt kein internationaler Haftbefehl gegen ihn vor.

McAfee hatte in den späten 1980er-Jahren das Unternehmen McAfee Associates gegründet. Mittlerweile hat er mit der Firma, die an Intel verkauft wurde, nichts mehr zu tun.

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KOMMENTARE

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Religio 06.12.2012 • 13:23 Uhr

@6. Dezember 2012 - 12:26 — Obergefreiter , Reaktion

McAfee sprach von Beweisen über korrupte Geschäfte von Regierungsstellen. Klingt sehr glaubwürdig, besonders in dieser Region. Ob sein Fluchtland besser ist, vage ich zu bezweifeln. McAfee bewegt sich auf einem sehr gefährlichen Minenfeld. Dass er Angst hat ist erheblich wahrscheinlicher. Wer Steuern sparen will in Südamerika, der muss sehr gut Samba tanzen können mit den Mächtigen.