Die britische Premierministerin Theresa May | Bildquelle: AP

Mays Weihnachtsbotschaft Ein bisschen Frieden ...

Stand: 24.12.2018 14:10 Uhr

Es soll endlich Ruhe im Brexit-Streit einkehren. In ihrer Weihnachtsbotschaft demonstriert die britische Premierministerin May Zweckoptimismus. Auch die Queen hat einen Wunsch.

Die Debatte um den Brexit bestimmt auch die Weihnachtsbotschaften der britischen Premierministerin Theresa May und die von Königin Elizabeth II. Während May ihre im "Daily Express" veröffentlichte Weihnachtsbotschaft ganz direkt nutzte, um für das Abkommen mit der EU zu werben, spielte die Queen traditionsgemäß nur indirekt auf das politische Streitthema an.

Schlussstrich unter den Brexit-Streit

May zeigte sich überzeugt, dass das kommende Jahr die Zustimmung zum Brexit-Deal und das Ende der Auseinandersetzungen zwischen den Austrittsbefürwortern und den Brexit-Gegnern bringen werde. Dafür sollten die Abgeordneten des britischen Parlaments ihre Differenzen beenden und zurück zur Einheit finden.

"Ich weiß, wenn die Briten zusammenkommen, gibt es keine Grenzen dessen, was wir erreichen können."

Drängendere Probleme lösen

Die Premierministerin warnte, das Parlament drohe über die Brexit-Debatte "den Blick auf die Sorgen der Wähler zu verlieren". Sie glaube, der Großteil der Briten wünsche sich, "dass die Politiker das Thema Brexit abschließen und sich auf drängendere Probleme konzentrieren". Je eher die Abgeordneten also dem "richtigen Brexit-Deal" zustimmten, desto eher könne man sich anderen Dingen widmen und "ein Land aufbauen, das für alle funktioniert".

Im Streit um das mit der EU ausgehandelte Austrittsabkommen war May erst Mitte des Monats einem Zwangsrücktritt entgangen. Nachdem sie die angesetzte Abstimmung des Parlaments über den Deal auf Januar verschoben hatte, musste sich May einem Misstrauensvotum stellen. Die Mehrheit ihrer Tories stellte sich hinter sie als Parteichefin. Allerdings muss May weiter zittern, ob sich auch die Mehrheit ihrer Partei in das Brexit-Abkommen stellt. Andernfalls droht ein "harter Brexit" ohne Abkommen und damit auch das politische Aus für May.

Auch Queen wirbt für besseres Verständnis

Das Wort Brexit nahm Queen Elizabeth II. in ihrer traditionellen Weihnachtsansprache, die am Dienstag im britischen TV ausgestrahlt wird, nicht in den Mund. Als Königin äußert sie sich nicht zu aktuellen politischen Fragen. Allerdings warb auch die Monarchin dafür, gegensätzliche Auffassungen zu überwinden:

"Den Anderen trotz tiefster Differenzen mit Respekt und als menschliches Wesen zu behandeln, ist immer ein guter Schritt hin zu einem besseren Verständnis."

Queen Elizabeth II. posiert nach ihrer traditionellen Weihnachtsansprache vor dem Weihnachtsbaum im White Drawing Room im Buckingham Palace. | Bildquelle: AFP
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Auch die Queen rief zu mehr gegenseitigem Respekt und Verständnis auf.

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