Strand auf der Insel Malta  | REUTERS

Corona-Pandemie Regierung streicht Malta und Algarve von Risikoliste

Stand: 07.05.2021 16:17 Uhr

Wer aus Malta oder von der Algarve nach Deutschland einreist, muss nicht mehr in Quarantäne. Die Bundesregierung streicht die beiden Regionen von der Risikoliste. Es gibt aber auch neue Risikogebiete, etwa Malaysia.

Die Bundesregierung streicht am Sonntag weitere beliebte Urlaubsgebiete im Ausland wegen stark sinkender Infektionszahlen von der Corona-Risikoliste. Wer aus Malta oder von der portugiesische Algarve nach Deutschland einreist, muss dann nicht mehr in Quarantäne. Das gab das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite bekannt.

Für die Algarve sind die Auswirkungen aber zunächst gering, weil dort für deutsche Touristen wegen der hohen Infektionszahlen hierzulande ein Einreiseverbot gilt.

Auch für andere Länder und Regionen gibt es Änderungen. Polen wird am Sonntag vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft. Damit entfällt die Corona-Testpflicht vor Einreise auf dem Landweg aus dem an Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Nachbarland. Es reicht dann wieder, wenn man sich bis zu 48 Stunden nach Einreise testen lässt.

Auch Ungarn, Armenien und Montenegro werden vom Hochinzidenz- und Risikogebiet heruntergestuft. Auch hier entfällt die Testpflicht schon bei Einreise.

In Europa sind bisher nur wenige klassische Urlaubsgebiete von der Risikoliste gestrichen worden, allen voran Mallorca, aber auch die anderen Balearen-Inseln sowie die Küstenregionen Murcia und Valencia auf dem spanischen Festland. Außer Malta und der Algarve sind ab Sonntag auch Albanien, insgesamt drei Regionen in Finnland und Norwegen sowie die britischen Falkland-Inseln vor der argentinischen Küste keine Risikogebiete mehr.

Neue Risikogebiete ab Sonntag

Neue Risikogebiete sind Malaysia, Anguilla in der Karibik und eine Region in Norwegen. Hier gilt ab Sonntag die Quarantänepflicht bei Einreise nach Deutschland.

Weitere Änderungen bei den Einstufungen der Bundesregierung ab Sonntag: Costa Rica, Georgien, die Malediven und Nepal werden zu Hochinzidenzgebieten mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen hochgestuft. Das hat aber keine Auswirkungen für Reisenden, da für Flugreisende ohnehin die Testpflicht bei Einreise gilt. An der Quarantäne ändert sich nichts.

Größter Teil Europas weiterhin auf Risikoliste

Die Einstufung als Corona-Risikogebiet erfolgt, wenn die Zahl der Neuinfektionen 50 pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) in einer Woche übersteigt. Das gilt derzeit für den größten Teil Europas. Einreisende aus Risikogebieten müssen nach ihrer Ankunft in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne, die durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzt werden kann.

Ausgenommen von der Quarantäne sind mit Inkrafttreten einer neuen Verordnung in den nächsten Tagen vollständig Geimpfte und Genesene.