Wrackteile des Kleinflugzeuges liegen bei Inca auf Mallorca | Bildquelle: dpa

Kollision auf Mallorca Vier Deutsche sterben bei Flugzeugunglück

Stand: 26.08.2019 13:13 Uhr

Beim Zusammenstoß eines Hubschraubers und eines Leichtflugzeugs auf Mallorca mit sieben Toten sind auch vier Deutsche ums Leben gekommen. Es handelt sich um eine Familie mit zwei Kindern.

Bei der Kollision eines Hubschraubers mit einem Ultraleichtflugzeug über der spanischen Ferieninsel Mallorca sind auch vier Deutsche ums Leben gekommen. Das bestätigte das Auswärtige Amt der Deutschen Presse-Agentur.

Zahlreiche spanische Medien hatten bereits zuvor übereinstimmende berichtet, dass es sich bei vier der fünf Insassen des Helikopters um ein deutsches Paar mit seinen zwei Kindern gehandelt habe. Die "Bild" meldete, die Familie stamme aus München, die Kinder seien neun und elf Jahre alt gewesen.

Insgesamt sieben Tote

Insgesamt starben bei dem Unglück sieben Menschen, wie die Regierung der Balearen mitgeteilt hatte. Der Pilot des Hubschraubers, in dem sich die vier Deutschen befanden, war Berichten zufolge Italiener. In dem Flugzeug saßen nach offiziellen Angaben zwei Menschen - vermutlich Spanier.

Wrackteile eines Ultraleichtflugzeugs liegen nach einer Kollision in der Nähe der Absturzstelle auf Mallorca. | Bildquelle: dpa
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Wrackteile eines Ultraleichtflugzeugs liegen nach einer Kollision in der Nähe der Stadt Inca.

Ursache völlig unklar

Der Helikopter war in Deutschland gemeldet. Die Firma Rotorflug Helicopters bestätigte den Absturz eines ihrer Hubschrauber über Mallorca. "Die Unfallursache ist noch völlig unklar", erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Das Luftfahrt-Bundesamt sowie das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung wurden bereits durch die Rotorflug informiert. Die Behörden nehmen die Ermittlungen auf." Rotorflug bietet laut Webseite Rundflüge über Mallorca an.

Das Unglück hatte sich am frühen Nachmittag aus noch unbekannter Ursache nahe der Stadt Inca im Inneren der Baleareninsel ereignet. Örtliche Medien berichteten, der Helikopter sei auf einer Tour zur Erkundung von Sehenswürdigkeiten gewesen.

"Schrecklicher Knall"

Im "Diario de Mallorca" berichtete ein Mann von einem "schrecklichen Knall". Augenzeugen seien mit eigenem Gerät zur Unglücksstelle gelaufen und hätten begonnen, die Flammen zu löschen, bevor die Rettungsdienste eintrafen. Zur Unfallstelle geeilte Ärzteteams hätten aber nichts mehr für die Verunglückten tun können.

Mitglieder der Polizeieinheit Guardia Civil (L.) und der Feuerwehr stehen nach einer Kollision zwischen einem Flugzeug und einem Hubschrauber in der Nähe der Absturzstelle auf Mallorca. | Bildquelle: dpa
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Polizei und Feuerwehr waren am Absturzort im Einsatz. Die Unglücksursache ist noch unklar.

Keine Überlebende

Wrackteile des Helikopters lagen in der Nähe einer alten Landstraße. Das Kleinflugzeug stürzte auf das Gelände einer Finca, wie Sebastià Oriol, Dezernent für Sicherheit der Gemeinde Inca, dem Lokalsender IB3 sagte. Nahe liegende Häuser seien nicht getroffen worden, schrieb die Zeitung "Ultima Hora".

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf Twitter: "Meine Solidarität und mein Beileid für die Familien der Opfer dieses tragischen Unfalls." Balearen-Präsidentin Francina Armengol erklärte: "Wir sind besorgt und entsetzt über den Unfall. Unsere Gedanken sind bei den Opfern." Sie rief in der Region eine dreitägige Trauer aus.

Vier Deutsche unter den Opfern des Flugunfalls auf Mallorca
Oliver Neuroth, ARD Madrid
26.08.2019 08:43 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die Tagesschau am 26.08.2019 um 09:00 Uhr und NDR Info am 26. August 2019 um 07:15 Uhr.

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