Der malische Präsident Keita | Bildquelle: dpa

Präsidentenwahl in Mali Staatschef Keita muss in Stichwahl gehen

Stand: 03.08.2018 00:59 Uhr

In Mali kommt es zu einer Stichwahl um das Präsidentenamt. Amtsinhaber Keita tritt dabei gegen den Oppositionsführer Cissé an. Viele Wähler konnten aber gar nicht erst abstimmen.

Im westafrikanischen Krisenstaat Mali wird es nach der Abstimmung für einen neuen Präsidenten zu einer Stichwahl kommen. Nach dem vorläufigen Endergebnis habe Amtsinhaber Ibrahim Boubacar Keita mit 41,4 Prozent zwar die meisten Stimmen erhalten, allerdings keine absolute Mehrheit erzielt, teilte der Minister für territoriale Administration mit.

Keitas wichtigster Herausforderer, Oppositionsführer Soumaïla Cissé, erhielt demnach 17,8 Prozent der Stimmen. Die beiden Kandidaten treten am 12. August gegeneinander an.

Stimmauszählung nach der Präsidentenwahl in Mali | Bildquelle: REUTERS
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Am Abend begann die Stimmauszählung.

Angriffe auf Wahllokale

Die Wahl am Sonntag war weitgehend friedlich verlaufen. Wegen Angriffen und anderer Zwischenfälle konnten die Wähler allerdings in Hunderten Wahllokalen im Norden und Zentrum des Landes nicht abstimmen. Der Norden Malis ist das Rückzugsgebiet mehrerer mit Al-Kaida verbundener islamistischer Terrororganisationen.

Eine rund 14.000 Mann starke UN-Friedenstruppe, an der sich auch die Bundeswehr mit etwa 1000 Soldaten beteiligt, bemüht sich um eine Stabilisierung des Landes.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 03. August 2018 um 06:04 Uhr.

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