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Mali Tödliche Angriffe auf Tuareg

Stand: 29.04.2018 03:22 Uhr

Mutmaßliche Dschihadisten haben im Norden Malis mindestens 40 Menschen getötet, vor allem junge Männer. Der Hintergrund der Angriffe ist nicht eindeutig.

Mutmaßliche Dschihadisten haben bei zwei Angriffen im Norden von Mali mindestens 40 Menschen getötet. Der Gouverneur der Region Menaka, Daouda Maiga, teilte mit, es habe sich bei den Opfern vor allem um junge Männer gehandelt.

Die getöteten Männer gehörten der Volksgruppe der Tuareg an und seien Mitglieder einer Miliz gewesen, die islamistische Gruppen bekämpfe.

Angriffe waren wohl Vergeltungsschläge

Maiga zufolge könnte es sich bei den Angriffen um Vergeltungsschläge gehandelt haben. Der Hintergrund ist jedoch nicht eindeutig: Maiga sagte, die mutmaßlichen Angreifer könnten zur Volksgruppe der Fulben gehören. Zwischen den Tuareg und den Fulben war es in den vergangenen Wochen verstärkt zu Spannungen gekommen.

Es könnte sich jedoch auch um die Reaktion auf militärische Aktionen gegen mögliche Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" handeln. In Mali stationierte französische Soldaten greifen bei ihrem Vorgehen auf die Unterstützung von zivilen Verteidigungstruppen der Tuareg zurück.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. April 2018 um 04:00 Uhr.

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