Ein Spezialflugzeug der Luftwaffe hebt vom Flughafen in Funchal ab. | Bildquelle: AP

Busunglück auf Madeira Luftwaffe bringt Verletzte zurück

Stand: 20.04.2019 13:51 Uhr

Der Luftwaffen-Airbus zum Rücktransport deutscher Verletzter des Busunglücks ist auf dem Weg in die Heimat. Am Mittag startete das Flugzeug von der Insel. An Bord sind nach ARD-Informationen 15 Patienten.

Nach dem Busunglück auf Madeira mit 29 Toten hat der Rücktransport der überlebenden deutschen Urlauber begonnen. Ein Airbus der Luftwaffe startete gegen 13 Uhr auf der Insel. Das Auswärtige Amt bestätigte der ARD, dass sich neben mehreren Ärzten 15 Patienten an Bord befinden. Sie waren bei dem Busunglück in dem Ort Caniço am Mittwochabend teilweise schwer verletzt worden.

Die Flugzeit bis Deutschland beträgt etwa drei Stunden. Eine verletzte Deutsche war nach Angaben der Klinikleitung noch nicht transportfähig und blieb zunächst im Krankenhaus in der Inselhauptstadt Funchal. Ein weiterer war bereits am Freitagabend nach Deutschland zurückgekehrt.

Das medizinisch ausgerüstete Spezialflugzeug der Bundeswehr war am Morgen auf dem Flughafen der portugiesischen Insel gelandet. Das Krankenhaus hatte empfohlen, die Verletzten nicht schon am Freitag auszufliegen. Insgesamt wurden zwei Tage nach dem Unfall noch 16 der 28 Verletzten im Krankenhaus von Funchal behandelt.

Auf Madeira ist ein Reisebus mit deutschen Urlaubern in die Tiefe gestürzt. | Bildquelle: AP
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Der Reisebus ist in der Gemeinde Caniço in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus gestürzt.

Identifizierung der Toten vor Abschluss

Der Reisebus mit Dutzenden deutschen Urlaubern war am frühen Mittwochabend in dem Ort Caniço von der Straße abgekommen, hatte sich überschlagen und war einen Abhang hinunter auf ein Haus gestürzt. Als Ursache gilt ein Bremsversagen als wahrscheinlich, offizielle Ermittlungsergebnisse gab es aber noch nicht.

Das Auswärtige Amt hat sich weiterhin nicht dazu geäußert, wie viele Deutsche unter den Todesopfern sind. Das soll erst geschehen, wenn alle Angehörigen informiert sind. Die Autopsie der Opfer wurde inzwischen abgeschlossen, berichten portugiesische Medien unter Berufung auf eine Mitteilung des Justizministeriums.

Im Laufe des Tages würden aus Deutschland aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die die endgültige Identifizierung der Toten ermöglichen sollen, hieß es. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten bekanntgegeben werden sollen, wurde nicht bekannt.

Große Anteilnahme nach Busunglück auf Madeira
tagesthemen 23:15 Uhr, 19.04.2019, Natalia Bachmayer, ARD Madrid

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 19. April 2019 um 23:15 Uhr. Zudem berichtete über dieses Thema die tagesschau am 20. April 2019 um 13:40 Uhr.

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