Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa hat am Freitag auf der Atlantikinsel Madeira der 29 Toten des Busunglücks vom Mittwoch gedacht. | Bildquelle: HOMEM GOUVEIA/EPA-EFE/REX

Nach Busunglück Verletzte sollen ausgeflogen werden

Stand: 19.04.2019 19:39 Uhr

Flaggen auf Halbmast, eine Schweigeminute für die Toten: In Portugal wird der Opfer des Busunfalls von Madeira gedacht. Die ersten Schwerverletzten sollen Im Laufe des Tages ausgeflogen werden.

Die nach dem Busunglück in Madeira noch im Krankenhaus liegenden 14 Deutschen sollen morgen in die Heimat zurückgebracht werden. Das verlautete aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

Neben den Deutschen wurden auch zwei Portugiesen weiter stationär behandelt. Der Zustand aller sei stabil. Zwei der Verletzten liegen aber noch auf der Intensivstation.

Flugzeug der Bundeswehr steht bereit

Für die Rückkehr der Verletzten stehe ein Flugzeug der Bundeswehr bereit, so das Auswärtige Amt. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Verletzten, die transportfähig sind, nach Hause zu bringen", hatte Bundesaußenminister Heiko Maas nach seinem Besuch auf Madeira zuvor gesagt.

Angehörige der Opfer reisen nach Angaben des Reiseveranstalters trendtours auf die Insel. Leichtverletzte könnten umgehend die Heimreise antreten, erklärte der Veranstalter: "Wir haben für unsere Gäste ausreichend Flugkontingente organisiert, so dass jeder auf eigenen Wunsch nach Hause reisen kann."

Große Anteilnahme nach Busunglück auf Madeira
tagesthemen 23:15 Uhr, 19.04.2019, Natalia Bachmayer, ARD Madrid

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Unfallursache unklar

Der Reisebus mit Dutzenden deutschen Urlaubern war am frühen Mittwochabend in dem Ort Caniço nahe Funchal von der Straße abgekommen, hatte sich überschlagen und war einen Abhang hinunter auf ein Haus gestürzt. Die Gruppe wollte zu einem typisch madeirischen Abendessen in Funchal und hatte gerade erst das Hotel verlassen, als der Unfall geschah.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa sind wahrscheinlich 27 der 29 Toten deutsche Staatsangehörige. Die Ursache des Unfalls ist unklar. Der Busfahrer, der das Unglück schwer verletzt überlebte, konnte portugiesischen Medienberichten zufolge zunächst nicht vernommen werden.

Auf Madeira ist ein Reisebus mit deutschen Urlaubern in die Tiefe gestürzt. | Bildquelle: AP
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Der Reisebus ist in der Gemeinde Caniço in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus gestürzt.

In ganz Portugal galt derweil eine dreitägige Staatstrauer zum Gedenken an die Todesopfer. Auch vor dem Hotel Quinta Splendida, in dem die Urlauber wohnten, hingen die Flaggen auf halbmast.

Überlebende und Angehörige nahmen in Funchal an einem Gedenkgottesdienst teil. Zu der Trauerfeier hatte die Pfarrerin der deutschsprachigen Evangelischen Kirche auf der Atlantikinsel, Ilse Everlien Berardo, in der Kirche Igreja Presbiteriana eingeladen. "Portugal trauert, Deutschland trauert, und die Solidarität kommt aus dem Herzen beider Nationen, und nicht nur dieser beiden Nationen", sagte Berardo vor Beginn der Trauerfeier. "Wir sind dankbar für alle tröstlichen Worte."

Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa legte am Unfallort einen großen Kranz mit pfirsichfarbenen Rosen und einer großen rot-grünen Schleife nieder und hielt eine Schweigeminute für die Opfer ab.

Über dieses Thema berichtete am 19. April 2019 Deutschlandfunk24 um 17:00 Uhr in den Nachrichten und die tagesschau um 17:30 Uhr.

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