Emmanuel Macron | IAN LANGSDON/EPA-EFE/REX

EU-Parlament Macron will Macht der Konservativen brechen

Stand: 13.05.2019 01:20 Uhr

Die Partei des französischen Präsidenten will gemeinsam mit dem bisherigen liberalen Block eine neue Fraktion im Parlament bilden. Das Ziel: Die Große Koalition der Sozial- und Christdemokraten beenden.

Die Liberalen im EU-Parlament wollen zusammen mit der Liste Renaissance von Frankreichs Regierungspartei La République en Marche (LREM) eine neue Fraktion im Europäischen Parlament bilden. Das teilte die FDP mit, die als deutsche Partei Mitglied des neuen Bündnisses werden wird. Die bisherige liberale Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (Alde) im EU-Parlament sei am Samstag mit Vertretern der Liste Renaissance zusammengetroffen, teilte die FDP mit.

Kandidaten von Alde (von links nach rechts: Margarethe Vestager, Emma Bonino, Luis Garicano, Nicola Beer, Katalin Cseh, Guy Verhofstadt und Violeta Bulc | https://www.flickr.com/photos/al

Kandidaten der Alde-Parteien. Bild: https://www.flickr.com/photos/al

"Neue Kraft" im EU-Parlament

Alde und die Liste Renaissance seien "entschlossen, nach den Europawahlen eine neue Fraktion im Europäischen Parlament zu bilden", die offen für den Beitritt anderer gleichgesinnter Parteien sein werde. Die neue Fraktion werde "eine neue Kraft" im EU-Parlament sein und "die derzeitige Große Koalition der Sozial- und Christdemokraten beenden", erklärte die FDP. "Wir sind bereit, eine Koalition mit anderen reformorientierten Fraktionen im Europäischen Parlament einzugehen, die unsere Ziele teilen", hieß es weiter.

Die LREM von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will im EU-Parlament die Macht der Konservativen brechen.  Zu den Parteien, die die Vereinbarung unterzeichneten, gehörten demnach neben der FDP und Renaissance das spanische Mitte-rechts-Bündnis Ciudadanos, D66 aus den Niederlanden, Momentum aus Ungarn, MR aus Belgien, die österreichischen Neos sowie VVD aus den Niederlanden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. Mai 2019 um 01:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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JueFie 13.05.2019 • 12:58 Uhr

Funktioniert nicht!

Sicher ist es richtig was er vor hat und würde ein Europa für die Bürger bedeuten, solange aber in wirtschaftlich starken Ländern der Neoliberalismus, Sozialdarwinismus und Turbokapitalismus die Überhand hat wird aus der Utopie nichts. Für diejenigen die mich jetzt in die falsche Ecke drängen wollen: Nein, ich bin weder Kommunist, Sozialist oder sonstig links eingestellt. Ich sehe nur seit Jahrzehnten das es den Bürgern die mit ihrer eigenen Hände Arbeit ihr Geld verdienen immer weiter nach unten geht. Ich sehe wie junge Leute nur noch kurzfristig eine Planung fürs Leben machen können weil ihr Arbeitsplatz meistens übermorgen wegrationalisiert wurde. Und so weiter ... Europa in der alten und heutigen Form ist nur ein Gebilde für Konzerne, Banken, Finanzmärkte und Aktionäre. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft mittlerweile schon in der BRD sehr weit auseinander, nichts von wegen profitieren von diesem EU Gebilde. Die EU ist gegenüber dem Rest der Welt erpressbar und kleinlaut!