Der französische Präsident Macron | Bildquelle: AFP

Pariser Klimagipfel Macron lädt zu Umdenken ein

Stand: 12.12.2017 08:11 Uhr

Mehr als 50 Staats- und Regierungschefs kommen heute in Paris zu einem Klimagipfel zusammen. Vorab hat der französische Präsident Macron mit deutlichen Worten die Entscheidung der USA kritisiert, aus dem Klimaabkommen auszusteigen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geht davon aus, dass sein US-Amtskollege Donald Trump früher oder später seine Absage an das Pariser Klimaabkommen zurücknehmen wird. Neuverhandlungen über bessere Bedingungen für die USA lehnte er in einem Interview des US-Senders CBS jedoch kategorisch ab.

Trump hatte im Sommer den Ausstieg aus dem vor zwei Jahren geschlossenen Klimavertrag angekündigt. Macron wies darauf hin, dass es bei Neuverhandlungen mehr als 190 beteiligte Länder gäbe. "Ich bin nicht bereit, mit so vielen Leuten am Tisch neu zu verhandeln. Wenn du einen Vertrag unterzeichnet hast, musst du ihn respektieren", sagte Macron.

"Ich bin nicht bereit, neu zu verhandeln"

Es handle sich um eine große geschichtliche Verantwortung, sagte Macron, "und ich bin ziemlich sicher, dass mein Freund Präsident Trump seine Meinung in den kommenden Monaten oder Jahren ändern wird." Auf die Nachfrage des Interviewers, ob er tatsächlich an einen Sinneswandel Trumps glaube, antwortete Macron: "Ja. Ich bin nicht bereit, neu zu verhandeln." Er sei jedoch bereit, Trump willkommen zu heißen, wenn er sich entschließe zurückzukommen.

Einer der Mitveranstalter, Weltbank-Präsident Jim Yong Kim, betont, dass der New Yorker Ex-Bürgermeister Michael Bloomberg und Vertreter von US-Städten und -Staaten anreisen. Er lobt in der Zeitung "Le Figaro" auch das Klimaengagement des Elektroauto-Herstellers Tesla und anderer US-Unternehmen. Amerika sei damit gut vertreten, sagte er.

Macron begrüßt zahlreiche Teilnehmer beim Klimagipfel in Paris
tagesschau 17:00 Uhr, 12.12.2017, Sabine Rau, ARD Paris

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

"Investitionen in klimafreundliche Bahnen lenken"

Für Deutschland nimmt Umweltministerin Barbara Hendricks an dem Gipfel teil. Im Vorwege forderte sie den Finanzsektor zu mehr Engagement im Klimaschutz auf. "Es geht um alle Investitionen weltweit, die in klimafreundliche Bahnen gelenkt werden müssen", sagte die SPD-Politikerin. Investoren sollten Klimarisiken in ihren Portfolios analysieren und offen legen, in wieweit ihre Anlagestrategien mit dem Pariser Abkommen kompatibel sind, forderte die Ministerin.

Barbara Hendricks | Bildquelle: dpa
galerie

Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) fordert den Finanzsektor zu mehr Engagement im Klimaschutz auf.

Deutschland hatte erst vor ein paar Wochen die große UN-Klimakonferenz in Bonn ausgerichtet - und dort die größeren Zusagen dieses Jahres auch schon gemacht. Darunter war eine weitere Unterstützung von 100 Millionen Euro an Entwicklungsländer, um sich an den Klimawandel anzupassen.

Zum zweiten Geburtstag des Vertrags hat Macron für heute zu einem eintägigen Gipfel auf einer Seine-Insel vor den Toren von Paris eingeladen. Zu dem "One Planet Summit", bei dem es vorrangig um mehr Investitionen in den Klimaschutz, grüne Technologien und die Finanzierung von Klimaschutz gehen soll, haben sich gut 50 Staats-und Regierungschefs angesagt. Trump ist nicht dabei. Dem Vernehmen nach werden die USA lediglich Vertreter ihrer Pariser Botschaft entsenden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Dezember 2017 um 04:43 Uhr.

Darstellung: