Heiko Maas (SPD), Außenminister, verneigt sich bei der Kranzniederlegung bei der Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag Warschauer Aufstand | Bildquelle: dpa

Maas gedenkt in Warschau "Man kann nur tiefe Scham empfinden"

Stand: 31.07.2019 21:05 Uhr

Erstmals seit 15 Jahren nimmt wieder ein deutsches Regierungsmitglied an den Gedenkfeiern zum Warschauer Aufstand teil. Maas würdigte die "unglaubliche Widerstandskraft" der Polen und sprach von "tiefer Scham".

Außenminister Heiko Maas hat 75 Jahre nach dem Warschauer Aufstand die "unglaubliche Widerstandskraft der Polen" gewürdigt. Es müsse in Deutschland noch mehr ins Bewusstsein gerückt werden, "wieviele sich hier in Warschau Hitler entgegengesetzt haben", sagte er.

"Für das, was Polen von Deutschen und in deutschem Namen angetan wurde, kann man nur tiefe Scham empfinden", so Maas nach einem Gespräch mit dem polnischen Außenminister Jacek Czaputowicz. Es erfülle ihn "mit Demut und mit Dankbarkeit", in Warschau bei den Gedenkfeiern dabei zu sein.

Polen erinnert an den Warschauer Aufstand
nachtmagazin 00:20 Uhr, 01.08.2019, Olaf Bock, ARD Warschau

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Nach 63 Tagen blutig niedergeschlagen

Am 1. August 1944 hatte sich die Polnische Heimatarmee gegen die Besatzungsmacht der Nazis erhoben. Der Warschauer Aufstand wurde nach 63 Tagen blutig niedergeschlagen. Etwa 200.000 polnische Soldaten und Zivilisten wurden während der Kämpfe getötet, etwa eine halbe Million deportiert. Als Rache wurde die polnische Hauptstadt von den Nazis fast komplett dem Erdboden gleichgemacht.

Heiko Maas (SPD), Außenminister, und Jacek Czaputowicz, Außenminister von Polen, geben eine Pressekonferenz. | Bildquelle: dpa
galerie

Gemeinsames Gedenken: Außenminister Heiko Maas und sein polnischer Amtskollege Jacek Czaputowicz

Rede im Museum des Warschauer Aufstands

Maas ist der ranghöchste deutsche Gast beim Gedenken an den Aufstand seit Bundeskanzler Gerhard Schröder. Schröder war zum 60. Jahrestag in Warschau.

Maas wird am Donnerstag gemeinsam mit Czaputowicz einen Kranz am Denkmal für die Opfer des Massakers von Wola während des Aufstands niederlegen. Es gilt als eines der größten Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs mit etwa 50.000 Toten. Im Museum des Warschauer Aufstands wird Maas zudem eine Rede halten.

Der Warschauer Aufstand wird in Deutschland oft mit dem Aufstand im Warschauer Ghetto im April und Mai 1943 verwechselt, der von den Nazis ebenfalls blutig niedergeschlagen wurde. Am 7. Dezember 1970 kniete der damalige Bundeskanzler Willy Brandt in einer historischen Versöhnungsgeste vor dem Denkmal für die Helden des Warschauer Ghettos nieder.

Außenminister Maas in Warschau - Zweiter Tag des Gedenkens
Markus Sambale, ARD Warschau
01.08.2019 07:24 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. Juli 2019 um 20:00 Uhr.

Darstellung: